15. September 2002
“Der Geist des Dienens
oder
dem Geist dienen?”
OM…OM…OM…
Sai Ram.
Ich verbeuge mich vor den Lotusfüßen Bhagavans
Liebe Brüder und Schwestern!
Das Thema für diesen Morgen heißt: “Der Geist des Dienens oder dem Geist dienen?” Was ist wichtiger von diesen Beiden? Sollten wir den Geist des Dienens haben oder sollten wir in Erwägung ziehen, dem Geist zu dienen? Wenn wir beide Möglichkeiten betrachten, welche von Beiden ist am wichtigsten? Weil wir finden, dass das Dienen in der Sai Organisation eine wichtige Rolle spielt und es als eine spirituelle Disziplin für alle Devotees beschrieben wird, dachte ich mir, dass wir uns einige Zeit für diese Thematik nehmen sollten.
Ich befürchte, dadurch, dass wir mehr und mehr dienen, ohne die Philosophie und den Geist des Dienens zu kennen, führen wir unsere Handlungen des Dienens immer mehr mechanisch aus. Wenn wir aber wie eine Maschine handeln, dann verliert das Dienen seinen Sinn und es wird zu einer äußerst langweiligen Handlung - sehr, sehr langweilig. Also sollten wir den Geist des Dienens im Auge behalten und den Wert des Dienens kennen. Wir sollten die Philosophie kennen, die hinter dem Dienen steht, denn sonst wird das Dienen zur reinen Routine. Wenn also das Dienen zu einer monotonen Handlung wird, verliert es an Wert und Bedeutung.
Also, meine Freude, diejenigen von uns, die im Feld des Dienens tätig sind, diejenigen von uns, die an das Dienen glauben, diejenigen sollten wissen, was die grundlegende Philosophie des Dienens beinhaltet. Sehr oft hören wir Leute sagen, dass wir den Geist des Dienens haben sollten. Alle sagen, dass er notwendig sei. Redner versammeln sich auf Rednerbühnen und Politiker sprechen darüber, auch wenn sie selbst nicht dienen. Sie wollen, dass wir dienen, aber sie selbst tun es nicht.
Also was sollten
wir nun wissen? Ist es genug, wenn wir den Geist des Dienens haben? Was ist mit
dem Geist des Dienens gemeint? Wenn wir wissen, was Dienen ist, dann ist auch
diese Frage beantwortet. Und wenn wir wissen was Dienen bedeutet, dann verstehen
wir auch was es bedeutet, dem Geist zu dienen.
Ich weiß nicht, wie viele Menschen, die dienen, sich dieser Faktoren überhaupt bewusst sind. Wir folgen nur blindlings. Wenn mir jemand sagt: " Sage allen, dass sie sich in einer Reihe hinsetzen sollen," dann tue ich das. “Sag allen, sie sollen die Halle verlassen.” Natürlich tue ich das. Oder jemand sagt: “Schick ihn raus und begleite ihn! ” Warum nicht? Augenblicklich tue ich das!
Unglücklicherweise sind wir in unseren Handlungen zu mechanisch geworden, wurden zu Robotern, die dem Geist oder der Philosophie des Dienens nicht folgen. Das ist der Grund, warum uns das Dienen keinen Spaß mehr macht. Es ist nicht genug zu Dienen - nein, wir sollten dabei Freude empfinden. Wir sollten glücklich sein.
Empfinden wir Glückseligkeit, nachdem wir gedient haben? Das kleine Stückchen Glück, das wir empfanden, - weg ist es. Wir sehen es an dem Gesichtsausdruck, der ein Hinweis auf die Einstellung des Geistes ist. Ja, es ist klar, wir dienen, aber das, was wir tun, macht uns keinen Spaß. Wir sind damit nicht zufrieden - wir wollen das tun, was gerade jemand anders tut, etwas anderes als das, was uns zugeteilt wurde. Warum? Weil wir denken, dass der Dienst anderer mehr verspricht, mehr Profit bringt, als das was wir tun. Wir wollen, dass Swami Notiz von uns nimmt. Damit wird das Motiv und der eigentliche Zweck des Dienens bedeutungslos. Aus diesem Grund sollten wir verstehen, was Dienen bedeutet - wir sollten den Geist des Dienens kennen.
Meine Freunde, lasst uns herausfinden was Dienen bedeutet.
Bevor wir diesen Geist des Dienens entwickeln, müssen wir wissen was Dienen bedeutet. Zuallererst ist Dienen eine Gelegenheit, die uns geschenkt wird. Aber wir müssen uns über eines klar sein: Der Dienst, der mir die Möglichkeit verschafft meine Familie zu unterhalten, ist nicht mit diesem Geschenk zu dienen gemeint. Jemand mag sagen, dass er 30 Jahre lang als Professor gedient habe. Na gut so. Aber warum? Weil er mit diesem Dienst den Unterhalt für die Familie verdiente, den Lebensstil verbesserte und ein angenehmes Leben führen konnte? Also, der Dienst, der mir ein Gehalt verschafft, ist keine Gelegenheit, sondern eine Notwendigkeit. Dienen als Job oder im Rahmen der Berufsausübung ist eine Notwendigkeit, jedoch wahres Dienen ist eine Gelegenheit, die uns geschenkt wird.
Diese Gelegenheit erhält nicht jeder. Sie läuft einem nicht jeden Tag über den Weg. Diese Gelegenheit ergießt sich über uns wie himmlisches manna, wie die Bibel es ausdrückt. Jeden von uns mag diese Gelegenheit zum Dienen zu unerwarteter Stunde beschert sein. Wenn ihr am wenigsten darauf vorbereitet seid, dann fällt euch der Dienst am Nächsten und an der Gesellschaft als Gelegenheit quasi in den Schoß.
Was ist Dienen? Dienen ist Liebe, die sich in Handlungen ausdrückt. Es ist nicht genug, wenn ein Vater sagt: “Mein liebes Kind, ich liebe dich.” Das Kind wird sofort darauf reagieren und sagen: “Vati, kaufst du mir etwas Neues zum anziehen?“ „Nein, mein liebes Kind. Ich liebe dich, aber neue Kleidung kaufe ich dir nicht.”
Wird das Kind antworten: “Ich danke dir, Vati”? (Lachen) Wie ihr wohl merkt, diese Art von verbaler Liebe ist keinesfalls ein erwiesener Dienst.
Ein Ehemann sagt zu seiner Ehefrau: “Honigschnäutzchen, sehr gut was du da gemacht hast. Ich liebe dich.” Die Frau wird sofort antworten: “Auf diese Gelegenheit habe ich gewartet - warum ziehen wir nicht um - in ein neues Haus? Das Haus, in dem wir wohnen, ist nicht groß genug. Aber du kannst mir wenigstens eine Waschmaschine kaufen, um mir deine Liebe zu beweisen. Oder besser noch, einen Dampfkochtopf, das würde mir gefallen." (Lachen)
“Nein, mein Schatz. Ich liebe dich, aber stell keine Bedingungen an mich.”
Wird die Frau sagen: “Ich danke dir.” (Lachen)
Also Liebe sollte sich ausdrücken. Es ist nicht genug wenn ihr sagt: “Ich liebe dich.” Nein, nein, dass ist dann nur wie eine politische Liebe, nur eine Liebe, die auf sozialer Basis aufgebaut ist, eine Liebe die nur ein verbaler Ausdruck, eine Verhaltensweise ist. Es ist eine Liebe, die auf Anstand basiert, auf korrektem Verhalten - das ist alles! Und damit hat sie keine Bedeutung - sie ist wie eine Null. Wenn Liebe sich nicht anders ausdrückt, ist sie nur Heuchelei und wir können nicht sagen, dass wir lieben. Also, meine Freunde, Liebe, die sich in Handlungen ausdrückt, ist Dienst am Nächsten. Wir können nur sagen, dass wir lieben, wenn wir Liebe im Zusammenhang mit Dienen ausdrücken.
“Ich will der Leiter des Sai Zentrums werden, oder der Präsident der Sai Organisation, oder wenigsten der Leiter der Seva Dals. Wenn nicht das, dann wenigsten die verantwortliche Person für die Reihen beim Darshan oder die verantwortliche Person, die den Teppich ausrollt.” (Lachen) Diese Art von Zielsetzung, diese Art der Motivation, diese Art Pläne zu schmieden ist ein Ausdruck völliger Ignoranz.
Ignoranz - ich sagte nicht Naivität! Naivität ist höher, größer und spirituell, während Ignoranz entsetzlich und grauenhaft ist. (Lachen) Man kann naiv und unschuldig sein, aber niemand sollte ignorant sein. Eine ignorante Person ist verachtenswert, aber eine naive, unschuldige Person muss man verehren. Eine Person, die naiv und unschuldig ist, ist spirituell, göttlich und wie ein Kind, während eine ignorante Person sich immer in der Dunkelheit befindet - völliger Dunkelheit - und äußerst dumm ist. Solch eine Person muss man meiden.
Dienen geht über das Selbst (Ego) hinaus. “Ich will gar nichts. Ich will keine Voranmeldung, keinen Ruhm und keine Ehre. Ich möchte nicht, dass mir irgend etwas auf besondere Art und Weise zukommt - nein!” Ausgeführt in aller Stille, sanft, ruhig, ohne geehrt zu werden, unbeklagt, unbesungen - der Dienst, der in aller Stille ausgeführt wird wie eine kühle Brise, wie der Duft einer Blume, ohne Ankündigung, ohne Propaganda, ohne im Radio oder im Fernsehen verkündet zu werden, das ist wahrer Dienst am Nächsten. Also was ist Dienen? Wahres Dienen ist das, was über das Selbst (Ego) hinausgeht.
Dienen geschieht spontan, es geschieht nicht geplant. Es ist nicht einstudiert. Wenn du jemanden straucheln siehst, weil er einen Schwächeanfall hat und zu Boden stürzt, wirst du dann sagen: " Tut mir leid, aber ich diene von 2 - 4 Uhr abends, auch wenn du jetzt zusammenbrichst und stürzt. Meine Zeit zu dienen ist nicht jetzt.” Es ist also nicht so, dass du einen bestimmten Zeitplan für das Dienen hast, nein. Es sollte eine spontane, unverzügliche Reaktion sein. Eine sofortige Reaktion auf eine Situation ist Dienen und nicht eine Reaktion, die zeitlich geplant ist.
“Bitte sorge für Ruhe.”
“Es tut mir leid, Sir, mein Dienst beginnt um 7:00 Uhr früh und endet um 10:00 Uhr. Ich kann jetzt nicht helfen. Bitte fragen sie jemand anderen.” (Lachen) Das ist kompletter Blödsinn.
Also Dienen, das spontan geschieht, das unverzüglich geschieht, das aus dem Herzen kommt, der Natur entsprechend ist - etwas wie ein Springbrunnen - diese Art von Dienen ist wahrer Dienst am Nächsten. Das ist der wahre Geist des Dienens. Dienen geschieht in der Stille.
Dienen geschieht in der Stille, ohne Propaganda. Wenn ihr anfangt zu sagen: "Wisst ihr, in welchem Umfang wir dienen?", dann erweist ihr eurem Tun einen schlechten Dienst. “Wisst ihr, wie lange ich schon als Seva Dal tätig bin?” Auch mit dieser Aussage erweist ihr der Handlung des Dienens einen schlechten Dienst. Wenn ihr aber den wahren Geist des Dienens erkannt habt, dann dient ihr, ohne es anzukündigen, ohne es publik zu machen und ohne dass man euch dafür dankt .
Wenn ihr sagt: “Hast du gewusst, wie ich damals gedient habe?” Das ist auch kein guter Dienst, den ihr der damaligen Handlung erweist. Ihr bekommt für das damalige Dienen nicht einen Cent mehr Lohn und auch keinen extra Bonus. Also, im Zweig des Dienens werden keine Vergleiche angestellt und es wird kein Konkurrenzkampf ausgetragen. Wenn wir dienen, dann ohne Aufsehen und in aller Stille.
Ihr müsst von dem Programm gehört haben, das am 10. September während der Feierlichkeiten des Vinayaka Chavithi vorgestellt wurde. Das Programm wurde von den Jungen des Sri Sathya Sai Institute of Higher Learning erarbeitet. Viele von euch waren sicherlich dabei. Eine Aussage wurde von einem Teilnehmer gemacht - eine goldene Aussage, eine Aussage die in goldenen Buchstaben geschrieben werden muss! Nämlich:
“Baba ist ein stiller Helfer!”
Bhagavan wird niemals sagen: “Ich habe schon so viele Dinge getan.” Wir werden diese Art von Aussage niemals von Ihm hören. Andererseits sind wir es, die vor Ihm stehen und sagen: “Swami, wir haben dieses und jenes getan.” Seine Antwort darauf: “Schweigt still!” Man kann einem Menschen schmeicheln, eine Person in Machtposition rühmen, ihr könnt weltliche Leitfiguren überbewerten, ihr könnt die Arbeit eures Feindes unterbewerten oder die Arbeit eurer Freunde anerkennen, aber Gott will keine Reklame für sich. Gott erwartet nicht deine Anerkennung für das, was Er tut. Er wartet nicht auf deinen Dank oder einen Ausdruck der Anerkennung - nein!
“Bhagavan, was ist daran verkehrt wenn ich 'danke' sage? Warum darf ich nicht 'danke' sagen? Es ist doch so, wenn ich meine Taschentuch fallen lasse und es hebt mir jemand auf, dann bedanke ich mich dafür. Darf ich das nicht, Bhagavan? Warum darf ich es nicht?
Was sagt Bhagavan darauf? “Wenn ein Vater seinen Kindern neue Kleidung kauft, dann werden sie niemals sagen: 'Oh, Vater, wie großartig von dir! Was bist du doch für ein wundervoller Vater! Du hast mir all diese wundervollen Kleidungsstücke gekauft und das finde ich herrlich!’ Das Kind wird den Vater nicht in dieser Art und Weise loben. Wenn die Mutter Kekse gebacken hat, oder Pizza und dergleichen, dann werden die Kinder nicht sagen: 'Mutter, du bist wundervoll', als ob sie über Nacht so wundervoll geworden ist. Also ist es doch so, dass die Mutter keine Lobgesänge erwartet, noch der Vater irgend eine Schmeichelei. Ich bin mehr als euer Vater und eure Mutter. Ich bin mehr für euch als eure physischen Eltern. Wenn ihr diese Tatsache anerkannt habt, warum lobt ihr mich? Das schätze ich nicht.” Das sind die Worte Bhagavans, denn wahres Dienen geschieht in der Stille. Es ist Arbeit in der Stille. Das ist der wahre Geist des Dienens.
Beim Dienen geht es nicht darum, wieviel Arbeit geleistet wird oder mit welcher Intensität man sie bewältigt. Es ist der Geist, mit dem diese Arbeit verrichtet wird, der zählt. Es ist bhava, das Gefühl, das zählt. Der Geist des Dienens ist wichtiger, als die Menge der Arbeit. Wir können einen riesigen Berg Arbeit zu bewältigen, aber wenn diese Arbeit nicht mit der richtigen Einstellung erledigt wird, dann verliert sie an Bedeutung. Das Gefühl, mit dem ihr eure Arbeit verrichtet, ist am aller wichtigsten.
Ein Junge in Kodaikanal kaufte für Bhagavan ein kleines Geschenk. Es war aus Sandelholz gefertigt - nur eine kleine Aufmerksamkeit. Swami kümmerte sich nur um dieses kleine Geschenk, schaute es von allen Seiten an - es war nichts besonderes an diesem kleinen Geschenk. Es war weder das Taj Mahal, noch Kutub Minor. Also wirklich nichts besonderes. Aber Swami zeigte Seine Wertschätzung für diese kleine Geste, für dieses kleine Geschenk, indem Er es liebevoll betrachtete - wie schön!
Natürlich konnten wir es nicht ertragen, dass Swami diesem Jungen und seinem unbedeutenden Geschenk so viel Aufmerksamkeit schenkte. “Swami, was ist denn so außergewöhnlich an diesem Geschenk. Warum schenkst Du ihm so viel Aufmerksamkeit?”
Die Antwort bekamen wir sofort: “Es ist der Geist der hinter dieser Gabe steht. Ihr wart alle so beschäftigt, Geschenke für eure Lieben zu kaufen, um sie zu Hause damit zu beschenken - Geschenke für eure Lieben daheim. Es war euch wichtig, eure Lieben zu beschenken. Aber hier ist eine Junge der Bhagavan nicht vergessen hat und Ihm deshalb dieses kleine Geschenk kaufte. Es ist der Gedanke, der für Mich zählt, nicht die Größe eines Geschenkes. Ich erwarte nichts für Mich. Ich brauche nichts und ich will auch nichts.”
“Patram, Pushpam, Phalam, Toyam” bedeutet: Eine kleine Blume, ein Löffel voller Wasser, eine kleine Frucht mit einem guten, reinen Herzen und der richtigen Einstellung dargereicht - das, ja das ist Dienen. Es ist nicht die Menge des Dienens die zählt.
Der wahre Geist des Dienens verlangt von uns, dass wir fortwährend dienen. Wahrer Dienst ist fortwährend, nicht periodisch. Jemand mag sagen: “Ich werde im Februar und im März Dienen.” Was ist mit dem Rest des Jahres? Da lässt er sich bedienen. (Lachen) Lasst ihr euch etwa bedienen? Wird euch gedient? Nein! Dienen ist ein Prozess, der fortwährend geschieht. Es geschieht nicht nur periodisch, so wie das Pflücken von Mangos saisonbedingt ist, oder das Mähen und die Ernte des Getreides nur zu einer bestimmtes Zeit vorgenommen werden kann, oder die Äpfel nur zu einer bestimmten Zeit gepflückt werden können. Dienen ist nicht wie eine Ernte, die saisonbedingt ist. Es ist eine fortlaufende Handlung, die ihr während eures ganzen Lebens ausführen müsst. Von der Geburt bis zu eurem Tod, bis zu eurem letzten Atemzug.
Sucht nach jeder kleinen Gelegenheit zu Dienen, denn die Gelegenheit, die ihr verpasst, die kommt später nicht wieder. Es kann noch ein weiteres Leben vergehen, ehe diese Gelegenheit sich wieder ergibt. Lasst uns mit Enthusiasmus dienen wollen. Aber merkt euch bitte - Dienen ist nicht saisonbedingt, sondern muss fortlaufend geschehen.
Wahres Dienen hat nichts mit Fähigkeiten oder Professionalität zu tun. Darauf kommt es nicht an. Es ist die Herzenseinstellung, die zählt. Eure Fähigkeiten, eure Professionalität, eure Fachkenntnisse gehören zu eurem Kopf; aber das Gefühl, eure Empfindsamkeit, eure Emotionen, die sind in eurem Herzen. Also ist es das Herz, das zählt, denn ein reines Herz ist der Tempel Gottes. Deshalb ist es das Herz, das euch ermutigt zu dienen; es sollten nicht eure Fähigkeiten, die Fachkenntnisse oder eure Professionalität sein, die euch zum Dienen veranlassen. Das Verlangen zu dienen muss dem Herzen entspringen und nicht dem Kopf.
Der Geist des Dienens ist etwas Erhabenes. Er ist metaphysisch, phantastisch. Dienen ist nicht auf eine bestimmte Kaste oder Gemeinde beschränkt, noch auf eine bestimmte Nationalität oder ein bestimmtes Geschlecht. Es wird nicht durch Raum und Zeit eingeschränkt. Spiritueller Dienst überschreitet jede Grenzen. Er wird von rein gar nichts eingeschränkt - ja, so ist es!
Wenn das Dienen
nur auf deine Gemeinde beschränkt ist, auf eine bestimmte Menschenklasse oder
Nationalität, dann wird es sehr eingeengt und reduziert. Das ist sehr
selbstsüchtig, egozentrisch. Dann ist auf ein bestimmtes Gebiet begrenzt, auf
eine bestimmte Region und ist nicht mehr von Bedeutung und ohne Ziel. Der wahre
Geist des Dienens ist von nichts und niemandem abhängig oder eingeschränkt.
Zieht Art des Dienens erst gar nicht in Erwägung.
Diene,
aber werde niemals zum Diener
Diene und diene immer wieder, aber werde niemals zum Diener. Ihr mögt fragen: “Warum?” Ich kann nur wiederholen, werde niemals zum Diener, denn ein Mensch der dem Nächsten dient (ihm Gutes tut) unterscheidet sich von einem Diener. Ja, das ist so. Denn ein Diener verlangt für seine Dienste ein Gehalt. Verzeiht den Menschen ihre Ignoranz, die sagen: "Ich bin ein Diener Gottes oder ein Diener der Organisation." Wenn ein Diener Mehrarbeit leistet, dann erwartet er auch einen entsprechenden Bonus dafür.“
Also, ein Diener erwartet Geld für seine Dienste - Geld als Gegenleistung für seine Arbeit - und das immer. Ich habe noch keinen Diener gesehen, der ohne Bezahlung gearbeitet hat, ohne eine Gegenleistung zu verlangen. Besonders in Orten wie diesem, einem Pilgerzentrum, wo die Erwartungen noch höher geschraubt sind, denn die Dienste werden nicht in Rupien, sondern in Dollar berechnet. Für den Dienst wird also eine Gegenleistung in Form von Geld erwartet. Ein Diener hat Erwartungen, aber ein dienender Mensch hat keine Erwartungen. Er ist nicht geldorientiert, er ist nicht auf ein Gehalt aus, er hat keinerlei Erwartungen.
Ein Diener ist an bestimmte Zeiten gebunden. Das mögen acht Stunden oder sechs Stunden sein. Wie viele Stunden Dienst kann ich zu Hause ausführen? Wie viele in meinem Büro? Zeit, - um die dreht sich alles! Alles, was darüber hinaus geht, sind Überstunden und die bringen wieder zusätzliches Geld. Also wir sehen, dass ein Diener zeitgebunden ist und begrenzte Möglichkeiten hat. Er hat eine bestimmte Tätigkeit, einen Job, für den er bezahlt wird.
“Trage die Koffer von hier nach da. Trage das Wasser von hier nach da. Fahre mich an diesen Ort und setze mich dort ab. "
Wie wir sehen, hat ein Diener eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen, für deren Ausführung er bezahlt wird.
Aber ein dienender Mensch ist bereit alles zu jeder Zeit zu tun. Er sollte ein Fachmann im Geiste des Dienens sein, denn dann hat er die richtige Einstellung. Unter den Seva Dals findet ihr Ingenieure, Doktoren, Professoren, Direktoren und andere Professionelle. Das werdet ihr ihnen aber niemals ansehen.
Es ist schon einige Zeit her, da gewährte Bhagavan einem ranghohen Offizier der Luftwaffe ein Interview. Während Er zu der Familie sprach, drehte sich Swami abrupt zu der Gattin des Offiziers um und fragte sie: Wann bist du angekommen?”
“Bhagavan, ich kam im letzten Monat.”
“Oh, letzten Monat.”
Dann drehte Er sich zu ihrem Mann, dem Offizier um und fragte ihn: “Wann bist du angekommen?”
“Swami, ich kam heute morgen an.”
“Warum kam deine Frau schon vor einem Monat und du erste heute morgen?”
Sofort antwortete die Frau: “Swami, ich kam im letzten Monat zusammen mit der Gruppe von Seva Dals aus Delhi letzten Monat.”
“Aha, so ist das also.!”
“Ich war bereit auch die ganze Nacht durchzuarbeiten und versah meinen Dienst im Sri Sathya Sai Super Speciality Hospital.”
“Was hast du dort getan?”
“Ich habe gefegt.”
Gefegt! Diese Familie hat eine Anzahl von Dienern zu Hause, die ihnen bei der Hausarbeit helfen. Aber dort im Krankenhaus fegte sie den Boden einen ganzen Monat lang und säuberte die Toiletten. Na ja, ich gebe ihr kein besonderes Lob dafür, aber es gibt noch sehr, sehr viele Menschen, die wie sie sind. (Anm. d. Ü.: Es liegt mir daran darauf hinzuweisen, dass Anil Kumar diese Begebenheit erzählt um uns klar zu machen, dass diese Tätigkeit, die die Frau ausübte nicht eine war, die mit dem Geist des Dienens ausgeübt wurde, sondern, dass es eine periodisch ausgeführte, geplante >von Februar bis März< Art des Dienens war.)
Es liegt schon einige Jahre zurück, als ein Mann am Tor in Brindavan stand. Aus Neugier fragte ich ihn: “Darf ich fragen woher sie kommen?” Er sagte: “Ich komme von der Kolar Company in Karnataka.” Das ist eine nationale, Gewinn erzielende Firma. Meine Neugier war immer noch nicht befriedigt und ich fragte weiter: “Welche Position haben sie in dieser Firma?” “Ich bin der Direktor,” sagte er. “Vielen Dank für die Auskunft, mein Herr!”
Ihr könnt es mir glauben, es war mir peinlich und ich machte mich ganz schnell aus dem Staub! (Lachen)
Es war ungefähr vor zehn Jahren, da besuchte ich zum ersten Mal den Sundaram Tempel in Chennai. Ich war noch nie dort gewesen und Bhagavan fragte mich: “Warst du schon einmal in Chennai, um den Sundaram Tempel zu besuchen?”
“Nein Swami, das ist das erste Mal.”
“Ach so. Dann lass mich dich herumführen.”
Er zeigte mir jeden einzelnen Raum persönlich und erklärte mir alles: “Dieses ist so und das ist so.” Ich war wirklich glücklich, denn diese Räume von Gott gezeigt zu bekommen, ist etwas ganz anderes, als sie von einem Menschen gezeigt zu bekommen. Es machte einen großen Unterschied, einen Ozean an Unterschied aus. (Lachen).
Dann, ganz plötzlich, standen an allen Ecken und Enden Seva Dals, ausgezeichnet durch ihren Schal. Bhagavan sprach einen von ihnen an: “Kommst du mal bitte. Wer bist du?” Der Mann antwortete: “Ich bin ein Maschinenbauingenieur, ein Professor der Engineering Technology, Madras.” Ach, du meine Güte! Swami schaute mich sofort an: " Du kennst deine Position,” sagte Er.(Lachen)
Also, haltet euch nicht für mehr als alle anderen. Ego lässt jeden von uns Dinge überbewerten. In unseren Augen ist unsere Position eine ganz besondere - gewiss nicht! Wenn wir mehr und mehr begreifen, dass die Dinge schon immer, ohne unser Zutun so gelaufen sind, werden wir dann auch sicherlich zu dem Punkt kommen, an dem wir verstehen, dass wir ein Niemand sind - nichts.
Als wir dann weiter gingen, hielt Swami an und fragte eine andere Person nach ihrem Namen und ihrer Tätigkeit. Die Antwort:" Direktor der Ashok Leyland Company.”
Nanu! Was habe ich falsch gemacht? (Lachen) Bhagavan Baba wollte mich wissen lassen, wie großartig Seine Devotees sind, welche Art von Tätigkeit sie ausüben, welche Position sie innehaben. Ich aber sehe nur, was sie hier im Ashram leisten. Demütig und ohne Zur-Schau-Stellung.
Dann stand dort ein Mann, ein Seva Dal, an einem Generator und Bhagavan fragte ihn: “Welchen Beruf übst du aus?”
“Swami, ich bin ein Professor am Guindy Engineering College und lehre Elektrotechnik.” Professor des Maschinenbaus, Professor der Elektrotechnik, Direktoren renommierter Firmen - ja, das sind diese Leute, die Du mir heute gezeigt hast, Bhagavan! Und sie dienen in Demut und in der Stille.
Warum, meine lieben Freunde, erzähle ich euch all das? Dafür gibt es einen Grund. Weil ich euch nämlich damit sagen möchte, dass diese Menschen den Dienst am Nächsten als eine Gelegenheit betrachten, ihrem Nächsten zu dienen. Es ist keine Arbeit mit geringem Wert, es ist keine Arbeit, die man als niedrig oder billig oder durchschnittlich ansehen kann, nein! Es ist eine der schlimmsten Sünden, den Dienst am Nächsten so einzuschätzen. Mit dieser Einschätzung würden wir dem Geist des Dienens einen schlechten Dienst erweisen. Dienen ist eine goldene Gelegenheit. Sie ist so kostbar, weil du nichts, aber auch gar nichts dafür als Entlohnung bekommst. Du erwartest keine Gegenleistung. Du magst in einer Firma eine hohe Position innehaben, aber die zählt beim Dienen nicht, denn du siehst deine Arbeit als einen Akt der Anbetung an, den du Gott darbringst. So bekommt das Dienen eine Erhabenheit. Niemals solltet ihr ein Diener werden, aber ihr solltet fortfahren, den Menschen, die in Not sind, zu dienen.
Wir haben in unserer Fakultät eine Professor, der unter einem nobel laureate (Nobelpreisträger) auf dem Gebiet Wirtschaft gearbeitet hat. Er war sehr oft hier in Prashanti Nilayam, aber ich hätte mir niemals träumen lassen, dass er jemals hier an unserem Institut als Professor arbeiten würde. Das geschah in diesem Jahr. Wann immer ich ihn sehe, er ist immer voller Demut, ein feiner Mensch. Mit dieser Einstellung dient er als Seva Dal in der Sai Kulwant Halle. Schleppt Bänke, Matten, unsere Kissen. Stellt euch das mal vor - ein Mann mit internationaler Anerkennung! Er dient mit dem Geist des Dienens.
Warum ich euch das erzähle? Nun ja, es gibt viele Seva Dals, die Professionelle sind. Sie sind Experten auf ihrem Gebiet und erfüllen diese kleinen, unbedeutenden Jobs, die ihnen aufgetragen wurden, als einen Akt der Anbetung, als eine Opfergabe für Gott. Es ist nicht so, dass sie nicht mehr fähig sind ihren eigenen Beruf auszuüben, den sie ein Leben lang ausgeübt haben - nein, ganz gewiss nicht! Spirituelles Dienen bedeutet nicht, mit dem zu dienen, was du sowieso schon hast oder weißt, sondern es besteht darin, das zu geben, was gerade in diesem Moment, in dieser Minute oder Stunde, gebraucht wird. Das zu verstehen ist von großer Wichtigkeit.
Einmal erzählte uns Bhagavan, dass eine Seva Dal Person aus lauter Überschwang an diabetisch erkrankte Patienten Süßigkeiten verteilte. Das war gewiss kein Dienst an diesen Patienten, denn es hätte sie ganz leicht in eine andere Dimension bringen können. Süßes an Diabetiker auszuteilen kann tödlich sein. Dienen erfordert große Achtsamkeit.
Also, helft dort, wo eure Hilfe gerade am nötigsten gebraucht wird. Wir müssen uns keine Gedanken darüber machen, wie wir die armen Menschen in Amerika speisen können. In Amerika wiederum muss man sich keine Gedanken darüber machen, wie die armen Menschen hier gespeist werden können. Die Art und Notwendigkeit des Dienens ist von Zentrum zu Zentrum und Land zu Land verschieden. Also dient dort, wo Hilfe am nötigsten gebraucht wird und zieht die geographische Lage, das Klima, soziale Gegebenheiten und andere Voraussetzungen zum Dienen in Betracht. Spiritueller Dienst erfordert das zu tun, was erforderlich ist und hat nichts mit unseren Fähigkeiten, die wir besitzen, zu tun - nein, gar nichts!
So, meine Freunde, den ersten Teil, nämlich 'Geist des Dienens' haben wir jetzt abgehandelt. Ich habe viele Punkte angeführt. Es gibt bestimmt noch mehr, wenn wir darüber nachdenken, die auf euren eigenen Erfahrungen beruhen.
Jetzt kommen wir zu dem Teil der Ausführungen, der sich mit der Frage “Warum dienen wir?” befasst. Wir werden erfahren, dass nicht nur der Geist des Dienens von Wichtigkeit ist. Es gibt da noch etwas anderes, was viel wichtiger ist und zwar ist es: dem Geist dienen. Das ist die nächst höhere Stufe des Dienens. Es ist die Philosophie des Dienens, ja! Wenn wir im Einklang mit unserer Religion dienen, dann dienen wir dem Geist. Wenn wir im Einklang mit unserer Spiritualität dienen, dann dienen wir dem Geist. Das ist dann die nächst höhere Stufe des Dienens.
Dienen ist Bewusstsein
Warum dienen? Wir sollten wissen, dass Dienen Bewusstsein ist. Worüber sollten wir uns bewusst sein? Wir sollten uns bewusst sein, dass Gott überall ist, wir sollten uns bewusst sein, dass das Göttliche jedem innewohnt, wir sollten uns bewusst sein, dass Gott allwissend, allgegenwärtig und allmächtig ist. Dieses spirituelle Verständnis, dieses völlige Verständnis von Göttlichkeit, das ist Bewusstsein. Es wird uns helfen zu erkennen, dass diese Art von Dienst dem uns innewohnenden Geist gegenüber erbracht wird - und nicht irgendeiner Person.
Dann müssen wir noch verstehen, dass Dienen eine spirituelle Disziplin ist, ein spiritueller Weg. Alle Religionen legen Wert auf diese Feststellung. Tatsächlich gibt es einen neunfachen spirituellen Weg der Hingabe. Pada sevanam, den Lotusfüßen des Herrn dienen, ist der 4. Weg, einer der höheren. Es ist nicht nur zuhören oder singen. Es gibt neun Wege der Hingabe - Nava Vidhi Bhakthi Marga. Von den neun Wegen ist der 4. Weg, Gott zu dienen durch Dienst am Nächsten, höher als die vorherigen Wege. Krishna lehrte Arjuna den Weg der Hingabe in drei Schritten: 1. Matkarmakrit - Arbeite für Mich. 2. Matparamo - Nur zu meinem Wohlgefallen. 3. Matbhakthaha - Sei nur Mir hingegeben. Diene den Lotusfüßen des Herrn, das ist das Höchste, es ist eine spirituelle Disziplin.
Du brauchst einen Weg, auf dem du reisen kannst. Du brauchst einen Pfad, auf dem du in der Wildnis vorankommst. Du brauchst ein Hilfsmittel, um dein Ziel zu erreichen. Du brauchst ein Fahrzeug, um das Ziel deiner Wünsche zu erreichen. Dienen ist das Fahrzeug, der Mercedes Benz! Dienen ist Kommunikation zwischen dem einen und dem anderen Punkt. Dienen ist die Schnellstrasse, die Autobahn, um Gott zu erreichen. Es ist eine spirituelle Disziplin (sadhana).
Ihr kennt doch Mutter Teresa, oder? Bis zu ihrem letzten Atemzug hat sie den Armen gedient und nicht nur sie, sondern auch Swami Vivekananda und Mahavira. Bhagavan jedoch ist die Verkörperung des Dienens! Bhagavan Sri Sathya Sai Baba ist der personifizierte Dienst am Nächsten und an der Gesellschaft. Bhagavan Sri Sathya Sai Baba ist Dienst in einer menschlichen Form. Bhagavan Sri Sathya Sai Baba ist Dienst am Nächsten - der auf zwei Füßen wandelt. Deshalb ist Dienen eine spirituelle Disziplin, ein spiritueller Pfad und eine spirituelle Übung; eine spirituelle Bemühung und eine spirituelle Verpflichtung.
“Bhagavan, warum willst Du, dass wir dienen? Ich will es gar nicht. Ich habe aber die Befähigung, andere zum Dienen zu bringen. Ich bin gut darin, für andere etwas zum Dienen zu organisieren - ja, das bin ich. Aber warum sollte ich dienen? Warum willst Du, dass gerade ich diene?”
Bhagavan sagt: “Dienen ist der einzige Weg um das Ego zu vernichten, um egolos zu werden. Es ist der einzige Weg die großartige Eigenschaft der Demut zu erfahren, die Demut zu dienen. Um das Ego los zu werden, sollten wir den Pfad des Dienens einschlagen." Während ihr dient, ist kein Raum für das Ego. Wenn ihr nicht frei von Ego seid, dann seid ihr auch nicht in der Lage, im Rahmen eurer Fähigkeiten zu dienen.
Ich gebe euch hier ein einfaches Beispiel: Es ist schon einige Zeit her, da gab es eine Dose mit laddus. Ihr kennt doch laddus. Bhagavan verteilt sie oft an Feiertagen. Sie sehen aus wie Tennisbälle, gelblich und süß - eine Süße, von Bedeutung.
Swami wollte, dass die laddus in der Dose an die Jungen verteilt werden. Er rief mich zu Sich und sagte: "Bring Mir bitte die Dose mit laddus.” Dann ging Swami in die Innenräume. Ich rief sofort nach zwei Jungen und sagte: "Bringt mir bitte die Dose." (Lachen) Die Jungen holten die Dose und behielten sie bei sich. Unser Bhagavan bemerkte es sofort. (Lachen) Ja! Nun war die Katze aus dem Sack gelassen!
Sofort kam Er zu mir und sagte:" Ich kann den Jungen alleine sagen, dass sie mir die Dose bringen. (Lachen) Du hast kein Recht, Aufgaben, die dir übertragen wurden, an andere zu delegieren. Ich wollte dir diese Gelegenheit des Dienens geben, aber du hast deine Chance verpasst. Ich gab dir diese Gelegenheit und du hast sie nicht wahrgenommen. Es kann sein, dass du sie so schnell nicht wieder erhältst.”
Warum nur, meine lieben Freunde, ließ ich die Dose von den Jungens holen? Ich sage es euch: Ich hatte das Gefühl, dass ich als Prinzipal des Colleges doch diese Dose nicht holen konnte. Nein, ganz bestimmt nicht. Mein Ego erlaubte mir nicht, die Dose mit laddus zu holen. Wozu waren denn die Jungen da? Ein studierter Mann mit 33 Jahren Berufserfahrung kann doch nicht eine Dose mit laddus holen! (Lachen) Nein, so geht das nicht. Mein Ego verbot mir also, das zu tun.
Derjenige aber, der ohne Ego ist, hat es sofort getan. So lange das Ego vorherrscht, können wir keine Spiritualität entwickeln. So lange das Ego vorherrscht, können wir niemals religiös sein. So lange das Ego vorherrscht, erlangen wir keine Gotterkenntnis, das ist absolut unmöglich. Auch nicht in hundert oder mehr Leben! Wir sollten sagen: "Ach Ego, lass mich doch gehen!” Das Ego ist das größte Hindernis - wie ein eiserner Vorhang - zwischen Gott und mir. Es ist das Dienen, das uns hilft das Ego zu vernichten, diesen eisernen Vorhang beiseite zu schieben, damit wir die göttliche Offenbarung erfahren dürfen. Dienen ist der Weg, der einzige Weg, um das Ego zu vernichten.
Darüber hinaus müssen wir verstehen, dass wir niemandem anders als uns selbst dienen. Ihr dient euch selbst. Vor einiger Zeit schenkte Swami einigen jungen Männern die Gnade eines Interviews: “Was macht ihr denn so?” fragte Swami sie. Sie berichteten sofort: “Swami, wir helfen den Alten und Behinderten und auch den Kindern in der Grundschule.” Swami bremste sie und sagte: “Hört mit dem Unsinn auf, hört auf! Ihr helft niemandem außer euch selbst.” Jede Handlung des Dienens führt ihr für euch selbst aus, nicht für jemand anders.
Vor einiger Zeit hat Baba uns an einem Beispiel etwas veranschaulicht: Eines Morgens speiste ein Mann als eine Handlung des Dienens einen alten Brahmanen. Er dachte, wenn er einer Person zu essen gab, die kein Brahmane war, würde er eine Sünde begehen. Also wollte er nur einen Brahmanen speisen. Schon am Morgen wartete er auf einen Brahmanen. Es war ungefähr 13:30 Uhr am Nachmittag, als ein Brahmane des Weges kam. Er war ungefähr 85 Jahre alt. Sofort sagte er zu ihm:" Mein Herr, ich habe auf sie gewartet. Bitte kommen sie in mein Haus und ich werde ihnen etwas zu essen geben.”
Der Gastgeber saß dem Brahmanen gegenüber. Das Essen wurde serviert und der Brahmane fing an zu essen. Der Gastgeber war in höchstem Maße irritiert.' Ist das wirklich ein Brahmane? Ich kann es nicht glauben. (Lachen) Er sollte sich zuerst seine Füße waschen, sein Dankgebet als nächstes sprechen und dann Wasser um das Wegerichblatt spritzen. Erst dann kann er anfangen zu essen. Wie kann er ein Brahmane sein, wenn er sofort anfängt zu essen?!’
Er sagte zu dem Brahmanen: “Dieses Essen ist nicht für dich! Bitte geh.” Der Gastgeber nahm sein Mittagsmahl zu sich und legte sich, wie jeden Tag, zu einem Mittagsschläfchen nieder und Bhagavan erschien ihm im Traum: “Hallo mein Freund, bist du ein Büffel? Ich gab diesen alten Brahmanen 85 Jahre lang zu essen! Zwei Mal am Tage hatte er ausreichend Nahrung. Doch du kannst ihn noch nicht ein einziges Mal speisen und glaubst, dass du mir dienst? Glaubst du wirklich, dass deine Gabe Mich erreichen wird? Dumm - du bist dumm.” Der Mann beendete sofort seinen Mittagsschlaf und ging den alten Brahmanen suchen, aber er fand ihn nicht.
Die Bedeutung dieses Traumes war, dass Bhagavan die Form des alten Brahmanen angenommen hatte, um dem gewissen Herrn eine Lektion zu erteilen. Er zeigte ihm, dass er niemandem hilft außer sich selbst. Es ist dieser eine Augenblick, dieser eine Moment, in dem uns die Gelegenheit zu Dienen geschenkt wird, um durch den Dienst am Nächsten uns selbst zu dienen. Wenn wir das vergegenwärtigt haben, dann dienen wir dem Geist.
Dienen ist der einzige Weg der zu Vergegenwärtigung führt. Der Gipfel des Dienens, der Höhepunkt, ist Vergegenwärtigung. Was gibt es zu vergegenwärtigen? In der Ausübung wahren Dienstes erkennt ihr, dass Gott in jedem Menschen wohnt - es ist ein Weg vom 'Ich' zum 'Wir'. Gott ist eine kosmische Form. Gott ist keine Person; Gott ist kein Objekt - Gott ist kosmisch. Gott ist universal, er verleiht der gesamten organischen Welt Ausdruck. Diese kosmische Erfahrung oder Vergegenwärtigung werdet ihr dadurch erlangen, dass ihr den Pfad des Dienens geht.
Bhagavan gab ein Beispiel: Vor langer Zeit lebte ein Devotee, dessen Name Eknath war. Dieser Devotee trug einen Krug mit Wasser aus dem Ganges zu Rameshwaram. Es war ein heißer Tag und auf seinem Weg zu Rameshwaram sah Eknath einen Esel am Boden liegen, der am verdursten war. Das war Grund genug für ihn, dem Esel von dem Wasser im Krug zu geben.
Die Leute verspotteten ihn und sagten: “Schau doch mal her. Dieses heilige Wasser aus dem Ganges sollst du zu Rameshwaram bringen. Warum gibst du es dann dem Esel? Dieses Wasser ist für Lord Shiva bestimmt und nicht für einen Esel!” Eknath antwortete: “Derselbe Shiva liegt nun hier als Esel. Dieser durstige Esel ist das Ebenbild, die Verkörperung Shivas selbst. Aus diesem Grunde gab ich dem Esel das Wasser.”
Das ist der Gipfel des Erfolges, der Lobpreisung und Vergegenwärtigung des Geistes des Dienens und auch dem Geist dienen. Gott dient den Menschen und die Menschen sollten ihrem Nächsten dienen. Baba sagte einmal: “Ihr seht mich Kleidung verteilen. Ich verteile alles. Ich diene und diene. Ich gebe und gebe. Warum?”
Warum sollte Baba Kleidung verteilen wenn alle Menschen versammelt sind? Er könnte doch sagen: "Um 12:00 Uhr versammeln sich alle bedürftigen Personen." Dann kann Er die Kleidung verteilen und um 14:00 Uhr kommen wir dann dazu. Warum sollte Er Dinge in unserem Beisein verteilen wollen, während wir Ihm alle dabei zusehen? So dient Er allen. Warum? Damit wir aus Seinem göttlichen Beispiel den besten Nutzen ziehen, gibt Er es uns, damit wir lernen wie man dient. Wir sollten allen dienen, so wie Er es tut.
Gestern erzählte Er uns von einer Person aus Bombay. Diese Person adoptierte zwei Jungen, weil seine zwei leiblichen Söhne sich hier in Prashanti Nilayam niedergelassen haben, um Bhagavan zu dienen. Das Ehepaar war jetzt frei und was taten sie? Sie adoptierten diese zwei Jungen. Warum?
“Wir folgen Bhagavans Beispiel.”
Adoption, arme Kinder adoptieren, den Armen und Bedürftigen dienen, jedem Hilfe zu leisten, wir sollten Seinem Beispiel folgen. Wir haben doch das allerbeste Vorbild in Bhagavan, hier und jetzt, vor uns! Deshalb dient Gott den Menschen, damit viele Seinem Beispiel folgen und ihrem Nächsten genauso dienen.
Hilf immer und verletze niemals. Was bedeutet das? Wir sollten immer bereit sein zu helfen, aber nie jemanden verletzen (in Gedanken, mit Worten oder Taten). Man muss nicht unbedingt mit materiellen Dingen helfen, nein. Ein gutes Wort, eine Aufmunterung, ein rechtes Wort zur rechten Zeit, ein tröstendes Wort der Ermutigung - ja, das würde eine ausreichende Hilfe sein. Zu helfen muss nicht unbedingt in finanzieller oder materieller Hinsicht bedeuten - nein, ganz und gar nicht!
Sorge dich nicht, sorge dich nicht! Warum bist du frustriert? Nein, sei nicht entmutigt, weil Swami nicht nach dir geschaut hat - kein Grund entmutigt zu sein! Mir ging das viele, viele, lange Jahre so. Ich wartete und wartete und dann, eines Tages, hat Bhagavan alles wieder gut gemacht, mit Zins und Zinseszins. Kein Blick ist die Garantie für viele Blicke zu einem späteren Zeitpunkt. Lasst uns deshalb nicht in Sorge über den gegenwärtigen Moment sein.
Plötzlich fragte Swami einen Jungen:" Wie geht es deinem Großvater?" Dann fragte Er einen anderen Jungen: "Wie geht es deiner Mutter?" Na ja, wir waren alle erstaunt als Er sagte: " Dein Großvater wurde operiert. Sorge dich nicht, es geht ihm gut und sein Zustand wird sich bessern." Swami schaute den anderen Jungen an und sagte: "Deine Mutter hatte Krebs. Aber sie fühlt sich völlig genesen, ist es nicht so? Morgen gebe ich dir prasad. Schick es ihr.”
Dann drehte Swami sich zu mir um und sagte: "Siehst du, viele der Jungen sind traurig, dass ich nicht mit ihnen spreche und denken, dass ich sie nicht kenne. Viele fühlen sich vernachlässigt und viele sind frustriert. Denkt immer daran, dass ich euch und jeden einzelnen eurer Familie kenne - eure Brüder, Schwestern, eure Eltern - ich weiß jede kleine Einzelheit." Dann lächelte Er.
Das ist Bhagavan Sri Sathya Sai Baba. Rein äußerlich gesehen denken wir, dass wir vernachlässigt werden, dass Er nicht mit uns spricht, uns nicht ansieht. Aber so ist das nicht, nein, nein! Er ist das kosmisch Göttliche, der göttliche Computer, auf dem unsere Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit gespeichert ist. Deshalb müssen wir sehr vorsichtig sein - immer helfen und dazu bereit sein.
Bhagavan sagt, dass es drei Wege des Dienens gibt:
1. - Lakshmi Narayana seva - Einige Menschen wollen Reichen dienen, aber die Reichen brauchen euren Dienst nicht, denn sie können jemanden einstellen wenn sie Hilfe benötigen. Wenn ihr jedoch Reichen helft, dann nennt man das Lakshmi Narayana seva. Lakshmi symbolisiert Reichtum.
2.- Aswathnarayana sevas - Das ist der Dienst, den ihr Gleichgestellten gewährt. Er ist mein Kollege und mir gleichgestellt. Ich diene ihm, weil ich vielleicht morgen seine Hilfe schon in Anspruch nehmen muss - Devisenhandel! (Lachen) Man kann es also einen Handel nennen , einen Austausch von Leistungen.
3.- Aber wahres Dienen ist, wenn ihr den Armen, Bedürftigen und Einsamen helft und das wird Daridranarayana seva genannt.
Narayana seva kennt jeder. Denkt nicht, dass in diesen Armen ein Gott wohnt und in den Reichen ein anderer - nein, auf gar keinen Fall ist das so! Der selbe Gott wohnt in den Armen und Reichen gleichermaßen. Jedoch Hilfe ist eine große Notwendigkeit für Arme. Dienen ist auch eine Gelegenheit um unsere Dankbarkeit Gott gegenüber auszudrücken. "O Gott, ich danke Dir für die Gelegenheit dienen zu dürfen." So drücken wir unsere Dankbarkeit aus.
Bhagavan sagt: “Hände, die helfen sind heiliger als Lippen, die beten." Wenn man die Lippen, die beten, mit den Händen, die helfen, vergleicht, dann nehmen die Hände, die helfen, eine höhere Stellung ein - das möchte Swami uns mit dieser Aussage wissen lassen.
Welches ist der erhabenste, der beste Dienst? Das ist Paropakaram. Paropakaram, im gewöhnlichen Sinn bedeutet :'Hilfe, die man anderen gewährt'. Aber Bhagavan benutzt nicht diese Deutung. Param bedeutet Gott, upa bedeutet nahe und kara bedeutet ‘vereinigen’. Dienst, der jedem hilft, sich auf den Weg zu Gott zu begeben, an Gott zu denken, sich Gott zu nähern, Seinen heiligen Namen zu wiederholen und sich auf dem göttlichen Pfad zu bewegen - das ist der erhabenste Dienst, den man leisten kann. Para + upa + karma = Paropakaram und bedeutet 'jemanden Gott nahe zu bringen'. Entweder durch Denken, oder durch Singen, oder durch die Wiederholung Seines heiligen Namens - egal was - das ist der erhabenste Dienst. Dieser Dienst ist wertvoll, oder punyam oder Paropakaram punyam.
Was ist paapam? Es ist Sünde: Papaya Parapeedanam. Im allgemeinen bedeutet das: Jemandem Leid zufügen, jemandem weh tun. Doch Bhagavan ändert die Bedeutung. Param ist ‘Gott ’ und Peedana ist ‘Vielfalt’ oder ‘Gott als Viele’. Aber Gott ist nur Einer. Also Vielfalt oder Menge hat keinen Platz in der Spiritualität. Gott ist Einheit, nicht Vielfalt und an Gott im Sinne von Viele zu denken, ist Sünde.
Also hat das “Warum Dienen“ uns gezeigt, dass Dienen, wahres Dienen, dem Geist gilt und nichts anderem.
Lasst uns zum Schluss noch das “Wie” des Dienens beleuchten. “Dienen ist Sai. Sai ist Dienen.” Lasst uns von Ihm lernen. Lasst uns Seinem Beispiel nacheifern. Ein anderer, wichtiger Punkt ist der: Wenn wir anfangen unserem Nächsten zu dienen , dann transformiert sich manishi, der Mensch zu maharshi, einem Heiligen.
Welche Anforderungen müssen wir erfüllen um zu dienen? Zuerst müssen wir in der Stille dienen, demütig und liebevoll. Lass dich durch nichts stören. Wenn jemand sagt: “Setz dich doch und mach eine Pause, lass die anderen ruhig arbeiten," dann ist das eine Einmischung in dein Dienen. Gebt ihr der Einmischung nach, dann erweist ihr dem Dienen einen schlechten Dienst.
Dann müssen wir
auch noch die Seele weiter entwickeln. Wir müssen versuchen sie zu verstehen und
sie dann erfahren - das ist eine fundamentale Voraussetzung des Dienens.
Wir müssen auch Lob und Tadel mit Gleichmut hinnehmen. Wenn Leute euch fortwährend loben, dann bläht sich euer Ego auf. Wenn ihr getadelt werdet, dann werdet ihr depressiv. Lasst euch nicht von Tadel berühren. Lasst euch von Lob nicht davon tragen, denn das - wie ich schon sagte - bläht nur euer Ego auf und das kann jede Sekunde passieren.
Drei Dinge sind notwendig um zu dienen: Reinheit, Geduld und Ausdauer. Jeder Mensch, der sich dem Dienen verschrieben hat, muss diese drei Dinge haben. Wenn der Mensch rein ist, ist er geduldig genug. Wenn er rein und geduldig ist, dann wird er die Ausdauer haben, die außergewöhnliche Eigenschaft der Entschlossenheit, sein Ziel zu verfolgen.
S-A-I: ‘S’ steht für Dienen (Service), karma yoga oder den Pfad der Handlung. ‘A’ steht für Verehrung (Adoration), bhakthi oder den Pfad der Hingabe. ‘I’ seht für Erleuchtung (Illumination), jnana oder den Pfad der Weisheit. Also soll Dienen dich zu Anbetung und Hingabe bringen und dann wirst du Weisheit und Erleuchtung erfahren. Das ist es - ein Weg um zu transformieren.
Noch einmal S-A-I. ‘S’ steht für spirtuellen Wandel ( Spiritual Change). ‘A’ steht für den Wandel im Umgang mit Menschen (Association Change). ‘I’ steht für persönlichen Wandel (Individual Change).
‘S’ ( spiritual change) - was bedeutet spiritueller Wandel? Wir denken, dass Gott in einem Tempel wohnt. Wir denken, dass es genug ist, wenn wir ihn jeden Sonntag oder Donnerstag anbeten. Spiritueller Wandel bedeutet aber, dass wir uns das Bewusstsein erwerben, dass Gott in allem und jedem wohnt, vom Mikrokosmos angefangen bis hin zum Makrokosmos:
Sarvada, Sarva
Kaaleshu,
Sarvatra Hari
Chintanam.
Sarvada bedeutet ‘alles immer’. Sarva kaleshu bedeutet ‘überall’. Sarvatra bedeutet ‘überall, jeder’. Hari chintanam bedeutet ‘denk an Ihn’. Das ist der spirituelle Wandel, der in der heutigen Zeit so notwendig gebraucht wird.
‘A’ (association change): - Wir haben Umgang mit schlechten Menschen. Wir haben Umgang mit Menschen, die es nicht wert sind so genannt zu werden. Wir haben Umgang mit Menschen, die keine Menschlichkeit zeigen. Nein - lasst uns damit aufhören! Lasst uns mit guten und edlen Menschen Umgang haben. Verbringen wir unsere Zeit in guter Gesellschaft. Wenn wir es nicht schon getan haben, dann müssen wir unseren Umgang ändern.
‘I’ (individual change): Ich denke, dass ich der Körper bin. Ich denke, dass ich der Geist (mind) bin - nein! Ich muss begreifen, dass ich ein Funke der Göttlichkeit bin.
Es muss sich was ändern - ein spiritueller Wandel, wir müssen unseren Umgang ändern und ein persönlicher Wandel muss sich vollziehen. Das sind die drei Schritte zur Wandlung und sie sind der Weg um uns zu transformieren. Das ist wahrer Dienst den wir dem Geist leisten.
(Anil
Kumar zitiert hier einen Ausspruch der ein englisches Wortspiel enthält: Nature
is the best Teacher and Life the best Preacher, wobei Preacher auch im Sinne von
Lehrer zu verstehen ist.)
Die Natur ist der beste Lehrer. Die Flüsse strömen unaufhörlich, ohne Unterlass und stillen unseren Durst. Die Bäume tragen Früchte zu unserem Nutzen. Die Kühe geben uns Milch. Die Milch von der Kuh, die Frucht des Baumes, die Brise, das Sonnenlicht und das Mondlicht dienen uns selbstlos, ohne ein Wort der Anerkennung oder Wertschätzung. Deshalb sagt Bhagavan: “Die Natur ist der beste Lehrer.”
“Das Leben ist der beste Prediger.” Unser Leben ist der beste Prediger. Das bedeutet, wenn wir verschiedenen Phasen im Leben durchlaufen, - Phasen freudiger Erregung und Jubels, oder Phasen der Frustration oder Depression - lehrt uns jede Phase wie man eine geistige Ausgeglichenheit erlangt, wie man ein Vorbild wird, wie man sich nicht von den Stürmen des Lebens forttragen lässt, sich von diesen Spielen und Launen des Lebens nicht beeindrucken lässt.
Das Leben ist der beste Prediger, denn nichts in dieser Welt ist beständig. Niemand lebt ewig. Das Leben ist nur eine vorüberziehende Wolke. Aber in diesem Augenblick, auch wenn es nur ein vorübergehender ist, liegt ein Augenblick der Ewigkeit. Dieser Moment ist ein Moment der Ewigkeit - das Leben ist jetzt, hier, in der Gegenwart, während die Vergangenheit tot und vorbei ist. In der Gegenwart ist die Vergangenheit tot und die Zukunft nur eine Hoffnung. Die Zukunft ist nicht sicher, sie ist nur eine Hoffnung; sie ist ein Versprechen, ein Traum, der vielleicht niemals in Erfüllung geht. Die Zukunft mag gar nicht erst kommen, während die Vergangenheit schon längst vorbei ist. Die Vergangenheit ist Geschichte, während die Zukunft ein Mysterium ist. (Engl. Wortspiel: The past is history, while the future is a mystery.) Nur der gegenwärtige Augenblick ist Realität. Lasst uns in der Gegenwart leben, denn dieser gegenwärtige Moment ist ewig und unvergänglich.
Möge Bhagavan uns in jedem Augenblick unseres Lebens hilfreich zur Seite stehen. Von dieser Sekunde an lasst uns anfangen zu erwägen, dass Dienen nicht für andere geschieht, sondern wir dienen dem Geist in uns.
Möge Bhagavan euch segnen.
Vielen Dank!
Om Asato Maa Sad Gamaya
Tamaso Maa Jyotir Gamaya
Mrtyormaa Amrtam Gamaya
Om Loka Samastha Sukhino Bhavantu
Loka Samastha Sukhino Bhavantu
Loka Samastha Sukhino Bhavantu
Om Shanti Shanti Shanti
Jai Bolo Bhagavan Sri Sathya Sai Baba Ji Ki Jai!
Jai Bolo Bhagavan Sri Sathya Sai Baba Ji Ki Jai!
Jai Bolo Bhagavan Sri Sathya Sai Baba Ji Ki Jai!
Vielen Dank!