Professor Anil Kumar berichtet in einem gesonderten Satsang - also nicht während des normalen Sonntagsatsangs - über wichtige Botschaften, die Baba nachmittags auf der Veranda den um ihn herum versammelten Studenten und Lehrern mitteilt. Dieser gesonderte Satsang wird fortgesetzt.
ANIL KUMARS EXTRA-SATSANG
Babas Gespräche mit den Studenten
"Sais Perlen der Weisheit"
Teil 2
08. Oktober 2002


Swami sei Dank, dass Er uns zu dieser Abendsitzung zusammenkommen ließ. Ich werde in der nächsten Stunde über weitere Gespräche zwischen Bhagavân und den Studenten berichten.
21. September 2002
Das Geheimnis eines langen Lebens
Swami fragte jemanden: "Weißt du, wie man erreicht, dass man lange lebt? Kennst du das Geheimnis eines langen Lebens?"
Wer kann diese Frage schon beantworten? Niemand kann das.
"Swami, ich weiß es nicht."
"Es ist sehr leicht."
"Wie, Swami?"
"Man braucht nur zwei Dinge."
"Und was ist das, Swami?"
"Das eine ist Opferbereitschaft oder tyâga und das andere Liebe, prema. Opferbereitschaft und Liebe garantieren ein langes Leben. Tyâga, Opferbereitschaft ist die Medizin, prema, Liebe ist die Diät. Wenn wir die Medizin einnehmen ohne die entsprechende Diät zu befolgen, wird die Krankheit niemals geheilt werden. Wenn wir nur die Diät befolgen ohne die Medizin einzunehmen, nähern wir uns dem Grab. Nur wenn wir die Medizin einnehmen und die Diät einhalten, kann die Krankheit geheilt werden. Die Medizin der Opferbereitschaft und die Diät der Liebe - beide sind für ein langes Leben erforderlich." Das sagte Baba.
Swami brachte ein Beispiel aus den USA: Rockefeller. In den USA gibt es die landesweit wohltätige Rockefeller-Stiftung. Wie kam es zu dieser Stiftung? Rockefeller war sagenhaft reich - er war sehr, sehr reich. Er dachte nur ans Geldverdienen und erreichte schließlich das Stadium, wo er so beschäftigt war mit Geldverdienen, dass er gar nicht mehr wusste, wieviel Geld er überhaupt besaß.
Mit 48 Jahren wurde er krank. Die Prognose der Ärzte lautete: "Du hast noch acht oder zehn Monate zu leben, nicht länger." Wer sagte das? Seine amerikanischen Ärzte. Die Ärzte in den USA sind sehr, sehr verantwortungsbewusst - soviel ich weiß, denn wenn irgendetwas schief geht, bekommen sie rechtliche Probleme und müssen ihr Leben lang zahlen. Sie sind also sehr verantwortungsbewusst.
Diese Ärzte sagten also: "Sie werden nicht mehr lange leben."
Rockefeller begann sein Geld an alle zu verteilen - an Ausbildungsinstitutionen, an medizinische Institute und viele andere in ganz Amerika. Das Ergebnis war, dass er an die 90 Jahre alt wurde. Das Leben eines Menschen, der den Planeten 40 Jahre früher hätte verlassen müssen, wurde verlängert. Wie ist so etwas möglich? Weil er Opferbereitschaft besaß. Das sagte Bhagavân.
Heute muss unser Herz, das so hart ist, schmelzen. Selbst Steine verwittern unter dem Einfluss von Wind und Wetter und werden zu Sand. Ebenso muss unser Steinherz beim Anblick des Elends der Menschen schmelzen und bereit werden zu opfern. Das war der Kernpunkt von Bhagavâns Botschaft an diesem Nachmittag.
17. September 2002
Nur ein Zeuge
Bhagavân war wohl über irgendeinem Leiter, Studenten oder Lehrer verärgert. In dieser großen Organisation gibt es immer wieder Enttäuschungen für Ihn, weil wir Seinen Erwartungen nicht entsprechen.
Er war also etwas ärgerlich; Er sah mich an und sagte: "Wenn die Frau etwas Falsches tut, ist der Ehemann verantwortlich. Wenn die Kinder etwas Falsches tun, ist es der Fehler der Mutter. Wenn bei den Studenten etwas schiefläuft, ist der Prinzipal verantwortlich. Wenn der Prinzipal einen Fehler begeht, ist der Vizekanzler verantwortlich."
Alle saßen sie da. Mir kam sofort der Gedanke: "Und wenn der Vizekanzler einen Fehler begeht, dann ist das der Fehler des Kanzlers. Wer ist der Kanzler? Baba! (Zuhörer lachen) Wisst ihr, was Er sagte?
Er sagte prompt: "Wenn der Vizekanzler einen Fehler macht, dann ist das nicht der Fehler des Kanzlers! (Zuhörer lachen) Warum nicht? Dieser Kanzler hier ist nur ein Zeuge. Er ist nur Zeuge - es ist nicht Sein Fehler."
Wie soll man das Gemüt (mind) kontrollieren?
Dann sagte Er zu einem jungen Mann, einem Buchhalter: "Geh, beende deine Arbeit und erscheine hier in einer Stunde mit den aktualisierten Zahlen."
Der Mann ging. Ich beobachtete die Situation.
"Swami...?"
"Ja, was ist?"
"Willst Du, dass er schneller ist als der Wind?"
"Ja!"
"Swami, kann er schneller sein als das Licht? Ist das möglich?"
"Ja, warum nicht?"
"Oh! Ich verstehe."
Ich dachte, ich müsste nun vorsichtig sein und wollte das Gespräch in eine andere Richtung lenken.
"Swami, gibt es etwas in der Welt, das schneller ist als Wind und Licht? Das Licht ist am schnellsten. Gibt es etwas, das schneller ist als Licht?"
Swami sagte: "Ja, es gibt etwas, das schneller ist als Licht."
"Und was ist das, Swami?"
"Die Gedanken (mind, Verstand)", sagte Er.
"Aber wieso, Swami?"
"Wenn du in New York sein möchtest, bist du sofort dort."
"Noch bevor das Licht dort ankommt?"
"Das Licht braucht Zeit, aber die Gedanken sind sofort dort. Die Gedanken sind also schneller als Wind und Licht", sagte Bhagavân.
Ich fragte: "Swami, ist die Geschwindigkeit der Gedanken (mind) - mano vegamu - natürlich?"
"Nein, nein! Das ist rogamu, es ist eine Krankheit. Ein schneller Geist (mind) ist keine natürliche Eigenschaft, das ist krankhaft. Es ist eine Krankheit."
"Oh! Ich verstehe, Swami. Wie kann ich die Geschwindigkeit des Geistes (mind) kontrollieren? Gelingt mir das durch Yoga?"
Swami sagte: "Nein, nein, nein! Wenn du es mit Yoga versuchst, leidest du nur an einer weiteren Krankheit. Yoga verursacht nur eine zusätzliche Krankheit."
"Wie kann ich ihn denn kontrollieren, den Geist (mind)? Das ist meine Frage."
Swami sagte: "Alle Methoden, wie Yoga und andere spirituelle Übungen, die ihr anwendet, um die Geschwindigkeit des Geistes (mind) zu reduzieren, bringen euch nur künstliche und vorübergehende Ergebnisse. Es sind keine erkennbaren und dauerhaften Ergebnisse. Es ist wie ein Tausendfüßler, der sich vorwärts bewegt - er geht rückwärts, vorwärts, rückwärts und verbleibt so auf demselben Fleck."
Alle spirituellen Übungen sind langsam. Sie helfen uns in keiner Weise. Das sagte Bhagavân.
"Swami, Du sagst, dass wir unseren Geist (mind) kontrollieren sollen, dass dies aber durch spirituelle Übungen nicht möglich ist. Warum soll ich überhaupt meinen Geist (mind) kontrollieren? Wie kann ich meine Arbeit tun, wenn ich meinen Geist (mind) kontrollieren muss? Ich muss unterrichten. Wie kann man da unterrichten? Ich muss mich um das Geschäft kümmern. Wie kann ich ein Geschäftsmann sein, wenn ich den Geist (mind) kontrollieren muss?"
Swami sagte: "Nein, nein! Du siehst das falsch!"
Seht, wie genau Er das Thema erläuterte. Verfolgt das aufmerksam! Es handelt sich nicht lediglich um einen Dialog oder ein Schauspiel. In diesem Zusammenhang sind kleine Erklärungen notwendig, damit man Sais Art zu lehren auch gut versteht.
"Swami sagte: "Ein Beispiel."
"Welches, Swami?"
"Da fährt ein Auto."
"Hmm - ja!"
"Es fährt schneller."
"Gut!"
"Wenn du das Auto anhältst, kommen die vier Räder zum Stillstand."
"Ja!"
"Aber selbst dann kannst du im Wageninneren das Licht und das Klimagerät einschalten. Du kannst deine Snacks essen; du kannst spielen und dich unterhalten. Du kannst alles im Auto tun, obwohl das Auto angehalten wurde. Verstehst du? Ebenso ist es mit dem Geist (mind); obwohl er kontrolliert wird oder die Geschwindigkeit des Geistes reduziert wurde, kannst du dennoch deine Arbeit tun. Du kannst ebenso tätig sein, wie du im Auto tätig bist. Ist das verständlich?" Das sagte Bhagavân.
Ich dachte: "OK, Swami, gib mir noch ein Beispiel!"
Bhagavân, der Herr des Geistes, der perfekte Geist, der göttliche Geist, der Bewohner, der Veranlasser, der Führer, der Supergeist, sagte: "Sieh, du trägst gebügelte, saubere, weiße Kleidung."
"Ja?"
"Nehmen wir an du denkst: 'Wenn ich die weiße Kleidung trage und hinausgehe, wird sie schmutzig werden. Mein Anzug wird schmutzig werden. Ich werde ihn also nicht anziehen.' Denkst du so? Nein! Du solltest deinen Anzug tragen, aber gleichzeitig darauf achten, dass er nicht schmutzig wird. Du solltest dich sorgsam bewegen. Das tust du doch, oder? So solltest du auch den Geist nutzen. Nutze den Geist (mind), denn er ist dein Instrument. Der Geist (mind) ist Gottes Geschenk. Der Geist ist der Grund für Bindung oder Befreiung des Menschen. Der Geist (mind) sollte kontrolliert und in der rechten Weise genutzt werden. Aber wir identifizieren uns mit dem Geist (mind) und leiden deshalb." Das sagte Bhagavân.
"Swami, das war eine gute Erklärung. Ich verstehe das nun."
Bhagavân war guter Stimmung und so konnte ich eine weitere kleine Frage wagen: "Swami, Du sagst, es sei wichtig, den Geist (mind) zu kontrollieren."
"Ja!"
"Wer kontrolliert den Geist (mind)? Wer kontrolliert meinen Geist (mind)?"
Er sagte: "Erkenne das zuerst! Wenn du das weißt, dann beherrschst du deinen Geist (mind)."
"Oh...!"
"Erkenne zuerst, dass der Geist (mind) kontrolliert werden muss. Dann wirst du verstehen, wer der Kontrollierende ist. Du wirst das alles selbst herausfinden."
"Swami, soll ich ihn kontrollieren?"
Swami sagte: "Wer ist dieses 'ich kontrolliere'? Chi!- Pfui! 'Ich' kontrolliere den Geist (mind). Dieses 'ich' ist nur ein Name und eine Form. Mit diesem 'ich', das Name und Form ist, kannst du nichts kontrollieren, weil du gebunden bist. Du bist in Fesseln - durch Ichbezogenheit, durch Ego gebunden. Du musst die Kontrolle durch das 'ich' aufgeben - du musst es aufgeben."
"Gut, Swami, ich soll es aufgeben? Hmm! Wenn ich das 'ich' aufgebe, was bleibt dann in mir? Wo bin ich, was bin ich und wer bin ich dann? Was bin ich, wenn dieses 'ich' aufgegeben wurde?"
Bhagavân sagte: "Wenn das 'ich' aufgegeben wurde, dann bist du weder Geist noch Ego, dann bist du das Selbst. Du bist das Selbst."
"Ich verstehe. Was ist das Selbst, Swami?"
"Das ist der Atman, der Geist, das Bewusstsein. Es ist parmameshti."
"Aber wenn das 'ich' aufgegeben wurde, was geschieht dann? Dann ist da nur Leere?"
Bhagavân sagte: "O nein, nein, nein, nein. Nur in dieser Leere, in diesem Nichts, in dieser Stille, in diesem Zwischenraum, kannst du das Selbst erfahren. Du erfährst das Bewusstsein, den Geist, den Atman. Das kontrolliert das Gemüt (mind),"
"Aber wie, Swami? Wie?"
Swami sagte: "Wenn du dort hingehst, verschwindet dieses hier. Wenn ein Polizist kommt, flüchtet der Dieb. Wenn der Atman einmal da ist, wird das Gemüt (mind) sagen: 'Pah!' und wird still sein. Wenn die Katze herumstreicht, verkriechen sich die Ratten völlig verschreckt in ihren Löchern. In derselben Weise wird es kein 'ich' mehr geben, wenn man das wahre Selbst oder Bewusstsein oder parameshti oder die Göttlichkeit oder den Atman gefühlt, erfahren und verwirklicht hat. Da gibt es keine Psyche, keinen Intellekt mehr. Da gibt es nichts mehr, denn ihr seid dieses Höchste Selbst." Das sagte Bhagavân.
Die Rolle des Intellekts
"Swami, das war eine gute Erklärung. Und welche Rolle spielt der Intellekt in diesem Prozess? Bhagavân, Du bist so freundlich - Du hast erklärt, was das Selbst ist, was das Selbst kann; Du hast die Launen und Vorlieben des Gemüts (mind) erklärt und beschrieben, welche Probleme das Gemüt (mind) schafft. Was ist nun die Rolle des Intellekts?"
Bhagavân sagte: "Der Intellekt führt dich zum Atman."
Das ist so als bringe Northwest Airlines oder Transworld Airlines dich von Chicago nach Los Angeles. So bringt auch der Intellekt dich vom Reich des Gemüts zum Reich des Atman.
"Die Rolle des Intellekts ist es, dich zu führen, die Verbindung zum Atman herzustellen. Bisher gab es nur Kommunikation. Nun gibt es keine Kommunikation mehr, sondern Zwiesprache. Kommunikation ist zeitgebunden, begrenzt; sie geschieht zwischen zwei Personen. Bei Zwiesprache wird aus zwei Personen eine. Die Rolle des Intellekts ist es also, diese Brücke des Kommunizierens zwischen Gemüt und Atman herzustellen."
"Swami, nur Du kannst die Dinge so erklären."
Ich habe diese Schwäche, meine Emotionen nicht beherrschen zu können, besonders wenn es darum geht, etwas wertzuschätzen. Manchmal, wenn Bhagavân spricht, gebe ich für die Studenten ein absonderliches Bild ab; manche devotees mögen glauben, ich habe schlechte Manieren oder sei unkultiviert. Ich habe mich dann nicht unter Kontrolle.
"Swami..:?"
"Ja?"
"Nur Du kannst das so erklären."
"Gut, gut! Ist ja schon gut!"
Wenn die Milch kocht, muss sie mit ein paar Tropfen Wasser abgekühlt werden.
Meine Freunde, niemand kann diese subtilen Dinge auf so einfache Weise erklären. In bezug auf Spiritualität sind wir völlig verwirrt, weil wir so viele Tempel besucht haben, auf so viele Pilgerreisen gingen, so viele Gurus sprechen hörten. Das ist ein hoffnungsloses Thema. Doch da ist Sri Sathya Sai Baba, der die schwierigsten Dinge auf so einfache Weise erklärt, dass wir sie verstehen können. Das ist das Ziel des Avatars. Das Ziel des Avatars ist es, komplizierte Dinge einfach darzustellen, wohingegen der moderne Mensch es als sein Ziel betrachtet, einfache Dinge zu komplizieren! Der moderne Mensch macht die Dinge kompliziert, der Avatar vereinfacht sie. Auf so einfache Weise erklärte Bhagavân das.
16. September 2002
Das Mitgefühl Bhagavâns
Bhagavâns Mitgefühl ist so tief, dass Er sich die größte Mühe gibt, die devotees zu segnen. Er vergisst Seine Position und steigt herab, um Seine devotees in jeder Hinsicht zu segnen.
Ein Student erzählte folgende Begebenheit in Bhagavâns Gegenwart.
Als Bhagavân einmal in Bombay war, wollte Er eine alte Frau besuchen. Die alte Frau war ernsthaft krank. Bhagavân legte einen langen Weg zurück, um sie zu besuchen. Sie war bettlägerig und Baba wollte sie auf besondere Weise segnen. Ihr werdet nicht glauben, was Er tat, damit sie padnamaskar nehmen konnte! Er holte einen Stuhl aus dem Wohnzimmer herbei und stellte Seine Füße darauf, damit sie padnamaskar nehmen konnte. Beide Füße stellte Er auf den Stuhl, so dass sie vom Bett aus Seine Füße berühren konnte. Das ist Bhagavâns Mitgefühl. Danach wurde sie wieder gesund.
Nach einiger Zeit kam sie mit ihrem dreijährigen Enkelsohn nach Puttaparthi. Baba segnete Großmutter und Enkel.
Der Junge, der die Geschichte erzählte, sagte: "Ich bin dieser dreijährige Junge, der damals auf Großmutters Armen gesegnet wurde."
Er berichtete über weitere Wunder, die seine Großmutter erlebt hatte.
Einige Zeit später, als sie in Bangalore waren, wurde seine Großmutter erneut krank. Die Ärzte sagten, sie müsste operiert werden. Sie weigerte sich: "Nein, das geht nicht."
Die Ärzte wandten ein: "Warum nicht? Es ist eine notwendige Operaiton."
Sie sagte: "So lange Bhagavân nicht sagt, dass ich mich operieren lassen soll, wird nicht operiert, basta!"
"Aber wie wollen Sie Swami kontaktieren? Sie liegen hier in Bangalore im Bett!"
"Rufen Sie ihn an!" Sofort rief der Enkel Swami an und erhielt eine Antwort. Bhagavâns Stimme sagte: "Mach dir keine Sorgen. Warum fürchtest du dich, wenn Ich da bin? Sag deiner Großmutter, sie soll sich operieren lassen. Ich werde Mich um sie kümmern. Übergib ihr jetzt den Hörer. Ich will mit ihr sprechen."
Was geschah, als die Großmutter den Hörer entgegennahm? Vibhuti kam aus dem Hörer! (Zuhörer lachen) Das ist etwas Besonderes; von einem solchen Wunder hatte ich noch nie zuvor gehört - Vibhuti, die aus dem Telefonhörer rieselte! Das ist Bhagavân Srî Sathya Sai Baba.
Bevor ich fortfahre, möchte ich noch erwähnen, dass Bhagavân niemals mit jemandem telefoniert. Es gab keine wirkliche technische Telefonverbindung. Wie konnte der Enkelsohn mit Ihm telefonieren? Er ist göttlich. Sein Wille, Seine Gedanken, Seine Gnade müssen geschehen, ohne dass Er dafür irgendwohin oder in einen anderen Raum gehen müsste, um zu telefonieren. Er war dort als Ton zu hören. Er schickte auch Vibhuti. Ihr Enkelsohn, der heute bei uns Betriebswirtschaft studiert, berichtete über dieses Wunder und alle waren höchst erstaunt.
Meine Freunde, Bhagavâns Wunder dienen nicht nur als Zeitvertreib oder Vergnügen, sondern sie sollen uns erleuchten. Sais Wunder dienen der Erleuchtung.
Der Geist der Opferbereitschaft
Was geschah? Der Junge erwähnte an diesem Nachmittag noch ein anderes Wunder in Bhagavâns Gegenwart. Da sollte ein Junge mit dem Jugendzweig der Organisation in Bombay nach Prashânti Nilayam kommen, um Swami etwas vorzuführen. Doch der Junge hatte seine ihm zustehenden Urlaubstage bereits alle genommen, um sich um einen kranken Verwandten in Puna zu kümmern. Er bekam keinen weiteren Urlaub mehr genehmigt und konnte also nicht mit den anderen Mitgliedern des Jugendzweigs nach Puttaparthi kommen. Er war ratlos.
Ein Mann aus seiner Firma, ein Sai-devotee, kam zu ihm und sagte: "Ich arbeite für dich. Ich mache meine sechs Stunden Dienst und übernehme auch deine sechs Stunden. Lass uns zum Chef gehen und ihn überreden, dieser Lösung zuzustimmen."
Der Chef war sehr überrascht. Da war jemand, der sechs Stunden zusätzlich arbeiten wollte. Das erzählte der Junge in Swamis Gegenwart. Das ist der Geist der Opferbereitschaft. Wenn wir Ihm unseren Willen bedingungslos unterordnen, dann ist das 'Kunst der Transformation durch göttliche Hände'.
Bhagavân ist der Herr des gesamten Universums
Zum Schluss erwähnte der Junge noch ein anderes Wunder, das geschah, als Bhagavân einmal in Bombay war. Ich weiß nicht, wer von schon einmal in Dharmakshetra war.
Bhagavân war also in Bombay. Die Leute strömten zu Tausenden herbei, um Seinen Darshan zu bekommen und jeden Tag Seine Rede zu hören.
An einem Abend, als das Dharmakshetra proppenvoll war... es sah aus wie eine wogende See von devotees, überall nur Köpfe... es gab nicht einen Zentimeter freien Raum. Alle sahen zum Himmel. Es war sehr bewölkt und nieselte. Bhagavâns Rede stand noch an. Dem Leiter des Ashrams und anderen Amtsinhabern der Sathya Sai Organisation im Dharmakshetra war nicht ganz wohl zumute. Was wird mit den Leuten geschehen? Was ist mit den Frauen und ihren Kindern? Wie können wir Bhagavâns Rede hören?
Ein Mann sagte: "Swami, warum können wir Deine Rede nicht jetzt hören, statt um 17.00 Uhr? Lass sie um 16.00 Uhr stattfinden."
Bhagavân sagte: "Kommt nicht in Frage. Sie wurde auf 17.00 Uhr festgesetzt. Sei still."
Der Mann konnte also nichts machen und kehrte an seinen Platz zurück. Was geschah dann? Swami öffnete seine Fenster, sah zum Himmel hoch, der voll dunkler Wolken war, durch die Blitze zuckten. Der Regenschauer konnte sich jeden Augenblick über die devotees ergießen.
Bhagavân sagte: "Das ist alles." Er bewegte Seine Hand - und glaubt es oder nicht - innerhalb von zehn Minuten war der Himmel klar. Es war nicht eine Wolke mehr zu sehen. Bhagavâns Rede fand, wie geplant, ohne Störungen statt. Dieses Wunder zeigt, dass Bhagavân der Herr des gesamten Universums ist. Er ist der Herr der fünf Elemente. Er kann alles beherrschen.
15. September 2002
Bhagavân ist der Gebende
Swami saß auf der Veranda und sah einen Jungen an.
"Hmm! In welcher Klasse bist du?"
Der Junge antwortete: "In der 11. Klasse, Swami."
"Komm her!" Der Junge ging zu Swami.
"Warum bist du nicht nach Hause gefahren?"
"Swami, warum sollte ich nach Hause fahren?"
"Dein Vater hatte einen Unfall. Warum bist du nicht nach Hause gefahren?"
"Swami, Du hast mir nicht gesagt, ich soll nach Hause fahren. Deshalb bin ich nicht gefahren."
Swami lächelte: "Weil du solches Vertrauen hast, kann Ich dir jetzt sagen, dass ihm nichts passiert ist; es war nur ein kleiner Unfall. Alles wird in Ordnung sein. Mach dir keine Sorgen."
Bhagavân fuhr fort: "Heute Nachmittag hast du einen Anruf von deiner Mutter erhalten, die Dir mitteilte, dass du dir keine Sorgen zu machen brauchst."
"Ja, Swami."
"Warum erzählst du Mir das nicht? Ich weiß, was deine Mutter dir am Telefon sagte."
Das war für jeden Anwesenden ein Wunder. Swami wusste, was geschehen war und Er wusste auch über das Telefongespräch zwischen Mutter und Sohn Bescheid.
Dann sagte Swami: "Junge, du hast ein sehr festes Vertrauen. Soll Ich dir eine Kette materialisieren? Soll Ich dir eine Kette geben?"
"Swami, ja, ich möchte eine Kette." (Zuhörer lachen)
"Nein, geh und bitte deine Schwiegermutter um eine Kette. Sie wird dir eine schenken. Warum soll Ich dir eine geben? (Zuhörer lachen) Bitte deinen Vater. Er wird dir eine anfertigen lassen."
"Nein, nein, Swami! Ich will keine Kette von meiner Schwiegermutter oder meinem Vater. Da Du auch Ketten gibst, will ich sie von Dir. Der Gebende ist Bhagavân. Ich will sie also von Dir, Swami!"
"Oh!...Ich verstehe!" Er materialisierte sofort eine Kette und gab sie dem Jungen. Alle waren sehr, sehr glücklich.
14. September 2002
Selbstachtung
Bhagavân sagte: "Erbettelt niemals etwas von irgendjemand. Seid keine Bettler. Bettelt um nichts. Die Dinge werden zu euch kommen. Wenn eure Gedanken, eure Motive und euer Tun selbstlos sind, kommen die Dinge zu euch! Ihr braucht nicht darum zu bitten. Ihr müsst euren Selbstachtung aufrechterhalten. Selbstachtung ist sehr wichtig." Das sagte Bhagavân.
"Seht Mich an! Ich habe um nichts gebeten. Ich habe vor niemandem Meine Hand ausgestreckt. Die Dinge kamen von selbst. Warum? Weil Ich selbstlos bin. Ich bin voller Liebe. Wenn ihr seid wie Ich, wird alles perfekt und in Ordnung sein."
Noch etwas anderes sagte Er: "Seid nicht hinter Pomp und Show, hinter Publizität, unnützem Ruhm, Selbstdarstellung und Eigenlob her."
Meine Freunde, entschuldigt, dass ich so viele Worte benutze. Das geschieht nur aus meinem Bemühen heraus, mich klar auszudrücken.
Dann gab Swami ein Beispiel. Vor einigen Jahren war Bhagavân in Delhi. Dort hatte man einen erstklassigen Wagen, das neueste Modell - es war der Wagen des Präsidenten von Indien - zum Flughafen geschickt, um Bhagavân abzuholen. Der Präsident hatte auch gebeten, Bhagavân möge den Wagen während Seines Aufenthaltes in Delhi benutzen. Wisst ihr, was Bhagavân sagte?
"Auf gar keinen Fall. Das ist ein Regierungsfahrzeug. Dieser Wagen gehört der Regierung. Du bist der Präsident. Du hast nicht das Recht, Mir den Wagen zu leihen. Ich fahre nicht in diesem Wagen!"
Stattdessen bestieg Er einen kleinen, alten 'Morris', wirklich ein kleines Auto. Warum tat Er das? Selbstachtung ist wichtiger als ein prachtvolles Auto oder das neueste Modell.
Es ist eine Lehre für uns alle. Es ist besser auf eigenen Beinen zu stehen, als sich mit fremden Federn zu schmücken - das war Bhagavâns Botschaft.
Transformation
Dann sagte Er zu jemandem auf der Veranda: "Sieh! Wie viele Leute lassen sich inspirieren?" Auf der Veranda saß ein junger Mann.
"Anil Kumar, kennst du ihn?"
"Ja, Swami, ich kenne ihn."
"Dieser junge Mann ist Ingenieur. Auch sein jüngerer Bruder ist Ingenieur. Beide haben sich hier niedergelassen und dienen Swami. Ihre Eltern sind nun alleine in Bombay. Beide Söhne sind hier. Die Eltern sehen, welche Dienste Swami leistet und haben zwei Waisenkinder adoptiert. Sie haben zwei Kinder adoptiert. Swamis Dienst hat sie inspiriert, und nun kümmern sie sich um diese beiden Waisenkinder. In der ganzen Welt findet diese Transformation statt." Das sagte Bhagavân.
Seid glücklich beim Tun
Dann fragte Er die Jungen, was sie an Ganesh Chavithi vorhaben. Ihr alle kennt das Fest. Sie sagten: "Wir tun dies und das!"
"Oh! Sehr gut!" Er ließ sich von den Schülern der Grundschule, Higher Secondary School, College und Universität - von allen ließ Er sich berichten, was sie vorhatten.
Schließlich sagte Er: "Seht, meine Jungen. Ich empfinde Freude beim Tun, nicht nur beim Hören oder Sagen. Was ihr tut, ist wichtiger als das, was ihr sagt, hört oder verkündet. Auf das Tun kommt es an, nicht auf das, was man sagt oder verkündet. Meine Jungen, Mir gefällt es, wenn ihr Mir sagt: 'Swami, ich habe das getan.' statt zu sagen: 'Swami, ich werde dies tun oder ich plane jenes'. Das sind nur Ankündigungen. Tut es und dann berichtet Mir darüber."
Das ist eine Lektion für uns alle. Was man plant, sollte nicht verkündet werden. Planen oder Entwerfen ist nichts Besonderes. Den Plan ausführen - das Tun ist wichtiger. Diese Lehre wurde uns an jenem Abend vermittelt.
Dann sagte Er: "Ihr habt sicher gesehen, dass die Jungen verschiedener Institutionen am dritten Tag nach Ganesh Chavithi viele Ganesha-Figuren auf Wagen herbringen. Ihr habt das sicher schon gesehen, nicht wahr?"
"Ja, ja."
Sie hatten Swami informiert: "Swami, wir bringen das und das..."
"Aha!"
"Swami, wir tun dies und jenes."
"Sehr gut!"
Bhagavân ist auch ein vorbildlicher Vater. Er ist so glücklich, wenn die Jungen Ihm erzählen, was sie tun - und wenn sie mit ihren hübsch geschmückten Wagen mit Musik und Tanz zum Tempel kommen.
Alle müssen eines Tages hierher kommen
Wie lautet die Botschaft? "Ihr mögt an eurem Wohnort alles Mögliche tun, aber früher oder später müssen alle hier ankommen."
Ich möchte erklären, was Swami damit sagen will. "Früher oder später werden alle rathas (Wagen) hierher kommen müssen." Das sagte Swami.
Für einen bewussten Menschen hat diese Äusserung eine tiefe innere Bedeutung. Die Leute mögen lachen, aber Bhagavâns Worte sind nicht nur zum Lachen gedacht. Was für eine Botschaft vermittelt Er? Zu eurer Information: Der menschliche Körper wird oft als 'ratha', Wagen, der sich bewegt, bezeichnet. "Alle müssen eines Tages hierher kommen", heißt, dass alle Leute eines Tages hierher kommen werden. Alle Wege führen nach Rom. Alle Flüsse münden in den Ozean. Ihr werdet also alle hier sein müssen! Das vermittelte Er uns.
Wann immer Er solche Erklärungen abgibt, bekomme ich elektrische Schläge.
"Was für eine Äußerung, Swami!" Ah...! Oh...Oh...! Das denke ich dann. Wenn wir spirituelle Literatur lesen, dann können wir die wahre Bedeutung hinter Seinen Aussagen erkennen.
01. September 2002
Gott ist überall
"Jungs, wie habt ihr beim Examen abgeschnitten?"
Ein Zehntklässler stand auf und sagte: "Swami, ich habe gute Arbeiten geschrieben."
"Bist du dir da sicher?"
"Ja, Swami, ich habe meine Sache gut gemacht."
"Nein..., du hast zwei Fragen verpatzt, stimmt's?"
"Ja, Swami."
"Ich weiß, dass du zwei Fragen nicht korrekt beantwortet hast."
"Swami, es tut mir leid."
Dann fragte Er einen anderen Jungen: "Wie hast du abgeschnitten?"
"Sehr gut, Swami."
Hmm! Bist du sicher? Wieviel Punkte hast du bekommen?"
"100 Punkte."
"Aber in Naturwissenschaft warst du gestern nicht so gut."
"Ah...! Ja, Swami."
"Ich weiß, Ich weiß!"
Hier ist eine wichtige Feststellung. Swami sagte: "Obwohl Ich hier bin, sehe Ich alles. Ich sehe alles überall. Obwohl Ich Mich hier bewege, spreche Ich in der ganzen Welt mit Meinen devotees. Meine devotees sind überall. Ich spreche mit ihnen."
Das bedeutet, Gott ist allwissend, allmächtig und allgegenwärtig; Gott ist überall. Das ist eine tiefsinnige Feststellung, die unserer sofortigen Aufmerksamkeit bedarf.
Einmal bereiteten die Jungen ein Schauspiel vor, das im College-Auditorium in Swamis Gegenwart aufgeführt werden sollte. Am Abend zuvor rief Er mich und sagte: "Geh und sieh dir die Proben an!"
Ich habe eine Schwäche oder Tugend - je nachdem - ich spreche mit allen Leuten über Bhagavân. Ja, ich spreche unzählige Male über Ihn, denn ich möchte mein Leben nur über Swami sprechend beenden. Einen anderen Wunsch habe ich nicht. "Swami lass mich bitte ein wirksames Instrument sein, um deine Botschaft zu verbreiten. Ich habe keinen anderen Wunsch."
An diesem konkreten Abend hatte ich ein Treffen mit einer spanischen Gruppe verabredet. Da ich zu ihnen sprechen sollte, konnte ich den Proben nicht beiwohnen. Um kein spirituelles Risiko einzugehen - denn ich wusste, dass Swami am nächsten Morgen nachfragen würde - ging ich nach dem Gruppentreffen zu den Proben; da war es allerdings schon 21.00 Uhr. Die Jungen waren das Stück schon zweimal durchgegangen. Ich sagte: "Kommt Jungs! Spielt es noch einmal. Swami wird mich morgen fragen." Die Jungen mögen mich, denn ich gehe sehr ungezwungen mit ihnen um. Die Kinder kommen zu mir. Ich liebe sie und sie lieben mich.
Ich bat sie also um eine Wiederholung und sie hatten nichts dagegen.
Ich riet ihnen: "Macht es so und so!" Ich machte Vorschläge, denn Swami könnte am nächsten Morgen Erkundigungen einziehen.
Am nächsten Morgen rief Swami einige "Drama boys" zu sich: "Drama boys! Kam Anil Kumar gestern abend zu den Proben?"
"Ja, Swami, er war da."
"Nein! Er kam erst um 21.00 Uhr, als ihr schon zweimal geprobt hattet. Er hatte irgendwo einen Vortrag gehalten. Er ist immer so. Er kam also später. Machte er irgendwelche Verbesserungsvorschläge?"
"Ja, Swami."
"Wie kann er Verbesserungsvorschläge machen? Er war niemals Schauspieler. Er hat niemals in irgendeinem Stück gespielt. Wie kann er da Vorschläge machen? Das ist alles nur Schau. Er weiß das, deshalb frage Ich euch." (Zuhörer lachen)
Dann fuhr Er fort: "He, großer Schauspieler - komm her!" Ich dachte zuerst, Er riefe jemand anderen.
"Wie hat dir das Stück gefallen?"
"Sehr gut, Swami."
"Hast du es gesehen?"
"Ja, es ist sehr schön."
"Du bist um 19.00 Uhr hingegangen, stimmt's?"
"Nein, Swami, ich ging um 21.00 Uhr hin."
Er sagte: "Ich weiß, Ich weiß. Seid bereit. Ich werde im Laufe des Tages kommen und Mir das Stück ansehen."
Nun ein wichtiger Punkt, den ihr wissen solltet. Er rief einen gut gebauten starken Jungen:
"Du spielst die Rolle Râvanas. Der Charakter passt gut zu dir." (Zuhörer lachen)
Er rief einen anderen Jungen: "Du spielst die Rolle von Hanumân. Sehr gut. Aber wo ist der Schwanz? Du hast gar keinen Schwanz! Hanumân hat einen Schwanz."
Dann rief Er den nächsten Jungen: "Du hast gestern Abend deinen Dialog vergessen."
"Ja, Swami."
Dann rief Er die "Music boys": "Im dritten Lied war die Aussprache nicht korrekt."
Schließlich rief Er mich und fragte: "Hast du diese Fehler bemerkt?"
"Swami, ich weiß, dass Du Gott bist. Du weißt alles, da brauche ich nicht alles zu wissen." (Zuhörer lachen)
"He, he! Ganz schön clever! Du bist ganz schön gewitzt, nicht wahr?"
Dann lächelte Er und fragte einen anderen Jungen: "Wie geht es deiner Mutter?"
Wieder einen anderen Jungen fragte Er: "Wie geht es Raman?"
"Raman ist mein Großvater, Swami."
"Ja, Ich weiß. Wie geht es Ihm?"
"Swami, es geht ihm nicht gut."
"Deshalb frage Ich."
Dann stellte ich eine Frage: "Swami, du hast auch nach dem Großvater des Jungen gefragt. Du hast alles erwähnt, was gestern während der Proben im College-Auditorium geschah. Das ist nicht nur überraschend, sondern schockierend."
Swami sagte: "Die Leute wissen, dass Ich alles weiß. Deshalb kommen sie hierher. Die Leute kommen an diesen Ort, weil sie wissen, dass Ich jeden kenne. Sie wissen, dass Ich ihre Väter und Großväter kenne. Deshalb kommen sie her. Das ist das Göttliche." Das sagte Bhagavân.
Dann rief Bhagavân einen Studenten, der gerade sein Philosphie-Examen gemacht hatte. Wenn man seinen Doktor machen will, muss man erst dieses Examen ablegen. Er rief ihn: "Du hast die Note '1' (ausgezeichnet) für deine Arbeit bekommen. Sehr gut! Komm her!" Er gab ihm prasad.
Er sah mich an: "Wusstest du, dass er sich auf sein Philosophie-Examen vorbereitete?"
"Nein, Swami, ich wusste es nicht."
Dann fragte er den Jungen: "Hast du Mich darüber informiert, dass du dein Philosophie-Examen vorbereitest?"
"Nein, Swami!"
"Hast du schon das Prüfungsergebnis mitgeteilt bekommen?"
"Nein, Swami."
"Ich sage dir: Morgen Abend wirst du erfahren, dass du die Note 'O', ausgezeichnet, bekommst.
Glaubt mir, am nächsten Tag erhielt er sein Ergebnis: Note 'O', ausgezeichnet in Philosophie. Jawohl!
Dieser Körper ist ein göttlicher Magnet
Dann sagte Swami: "Anil Kumar, hast du diesen VIP bemerkt?"
Wenn ich sage: "Ich habe ihn bemerkt", wird Er sagen: "Wieso hast du ihn bemerkt? Du bist doch Meinetwegen gekommen, oder? Warum siehst du ihn an?" (Zuhörer lachen) Antworte ich: "Ich habe ihn nicht gesehen", wird Er sagen: "Schläfst du?" Was sollte ich also sagen?
"Swami, ich sehe Leute, aber ich weiß nicht, wer sie sind. (Zuhörer lachen) Ich weiß nicht, ob sie VIP sind oder nicht. Ich sehe die Leute, aber ich weiß nicht, wer sie sind."
"Oho! Es ist der Premierminister von Sri Lanka. Sehr bald wird er Präsident werden."
"Oh...! Swami..."
Swami sagte: "Weißt du, alle wichtigen Leute wollen hierher kommen. Alle wichtigen Leute - Regierungsoberhäupter, all die Top-Leute - wollen herkommen. Aber sie warten auf Meine Erlaubnis. Sie wollen herkommen."
"Swami, Du erlaubst ihnen nicht herzukommen; wie ziehst Du sie an? Warum werden sie angezogen?"
"Das ist einfach. Dieser Körper ist ein göttlicher Magnet. Dieser Körper ist ein göttlicher Magnet, der alle anzieht. Deshalb wollen alle Leute an diesen Ort kommen."
Dann erinnerte Swami sich an die Vergangenheit und sagte plötzlich: "Anil Kumar, vor langer Zeit fuhr Ich einmal nach Delhi und wohnte dort bei einem unserer devotees. Überall waren Tausende von Autos."
"Oh... Swami, und weiter?"
"Weißt du, was geschah? Ich erhielt ein Bittschreiben."
"Von wem, Swami?"
"Von allen ausländischen Botschaftern. Sie schrieben: 'Geliebter Bhagavân, wir müssen um 9.30 Uhr in unseren Büros sein. Das Parken ist zu einem großen Problem für uns geworden. Wir kommen mit unseren Autos nicht durch und können unsere Büros nicht erreichen. Die Zufahrtsstraßen sind völlig blockiert. Bitte, Swami, zieh woanders hin!'." (Zuhörer lachen)
Swami fuhr fort: "Ich erfüllte ihre Bitte und zog in ein anderes Viertel namens Talaktora." Swami zog also auf Bitten der ausländischen Botschafter nach Talaktora.
Bhagavân sagte: "Weißt du, einmal besuchte Ich Kurukshetra."
"Dort bist Du gewesen, Swami?"
"Ja. Es gibt keinen Ort, an dem Ich nicht war. Ich war überall."
"In Kurukshetra, Swami?" Ich fragte weiter nach, weil ich mehr Informationen aus Gott hervorlocken wollte.
"Du hast Kurukshetra besucht?" Wenn man nur sagt: "Ja, Swami", dann war's das. Aber ich will mehr wissen.
Dann sagte Swami: "Als Ich nach Kurukshetra fuhr..."
Ja, Swami, mach bitte weiter! "Was geschah in Kurukshetra, Swami?"
"Oh, alles war sehr eng dort. Alles war voller Menschen und Autos - und alles sehr eng."
"Was hast Du gemacht, Swami?"
Wisst ihr, was dort geschah? In Indien gibt es einen Landesstaat namens Punjab. Die Bewohner dieses Staates heißen Punjabis. Die Punjabis sind große, gut gebaute Menschen. Ein einziger Punjabi wird mit Leichtigkeit mit sechs von meiner Sorte fertig. Sie essen viel Weizen. Die Punjabis kamen, hoben Swamis Wagen hoch und brachten ihn geradewegs zur Tribüne. Die Tribüne war so groß, dass sogar ein Auto Platz darauf fand.
Swami sagte: "Solche Menschenmengen gab es in jenen Tagen." Swami erzählte , dass Er fünfzehn Tage lang im Punjab blieb und überall Reden hielt.
Mach dein MRS
Swami fragte einen der Jungen: "Auf welche Prüfung bereitest du dich vor?"
"Naturwissenschaft, Swami."
"Und danach?"
"Swami, dann tue ich das, was Du möchtest."
"Wirst du das tun?"
"Ja!"
"Dann mach 'MRS'
"MRS...?"
"MRS, MRS - das heißt 'heirate!' Wenn du dein Examen bestanden hast, dann mach dein MRS, nimm eine Ehefrau, heirate!"
"Oh...! Swami... oh!
Wie verhält man sich bei einem Vorstellungsgespräch
Dann sagte Er: "OK, ihr Jungs! Wenn ihr einen Vorstellungstermin habt, müsst ihr euch sehr klug, umsichtig und intelligent verhalten. Glaubt ihr, Ich weiß nicht, wie Vorstellungsgespräche geführt werden? Ich weiß es!"
Wie locker Er mit den Jungen spricht. Das ist sehr interessant.
Er sagte zu diesen Jungen: "Seht! Vor 40 Jahren bereitete Ich die Jungen auf Vorstellungsgespräche vor."
"Oh, Swami, so etwas hast Du auch getan?"
"Ja."
"Wurden sie ausgewählt?"
"Sie waren hervorragend während des Vorstellungsgesprächs. Ich werde euch auch trainieren. Nur, euch fehlt es an gesundem Menschenverstand. Ihr solltet in der Lage sein, korrekt zu antworten.
Ein Junge war von einem Vorstellungsgespräch zurückgekehrt und sagte: "Swami, sie haben uns dort lauter unangenehme Fragen gestellt."
"Was zum Beispiel?", fragte Swami.
"Wieviel Stufen bist du bis zu diesem Büro gestiegen? Wieviel Stufen waren das?"
Wer wird schon die Stufen zählen? Sie denken nur daran, ob sie ausgewählt werden oder nicht.
"Ich wusste es nicht."
Swami sagte: " 'Ich stieg ebenso viele Stufen hinauf, wie ich nachher wieder hinuntergehe.' (Zuhörer lachen) Das war die korrekte Antwort, die du hättest geben müssen."
Dann fuhr Swami fort: "Ihr kennt indische Lokomotiven. Vor einiger Zeit noch wurden die Lokomotiven mit Kohle betrieben. Jetzt haben wir natürlich moderne Maschinen. Aber die alten Maschinen wurden mit Kohle betrieben. Wenn sich die Lokomotive in Bewegung setzte, stieß sie Rauch durch einen Schornstein auf dem Dach aus; ihr wisst das sicherlich.
Einmal wurde einem Jungen diese Frage gestellt: 'In welche Richtung bewegt sich der Rauch aus dem Kamin eines schnell fahrenden Zuges?'."
Wer achtet da schon drauf? Swami sagte: "Die Antwort ist einfach. Was sagt ihr? Ihr wisst es nicht? Wenn der Zug sich vorwärts bewegt, weht der Rauch rückwärts. Sehr einfach. Ihr habt all eure akademischen Grade wie MSc. und PhD, aber eure Köpfe sind leer. Ihr besitzt keinen gesunden Menschenverstand." Das sagte Swami.
Ein Prüfer stellte während eines Vorstellungsgespräches die schelmische Frage: "Junge, hier ist ein Tintenfass, in dem sich eine Schlange befindet." Swami ging umher und sagte: "Wisst ihr, ein Tintenfass mit einem engen Hals - und darin befindet sich eine Schlange. Wie kann sie herauskommen? Ist das möglich?"
Niemand wusste eine Antwort.
Swami sagte: "So, wie sie hineingekommen ist, so kommt sie auch wieder heraus! (Zuhörer lachen) Es ist so einfach. Ihr Jungs, wenn ihr bei einem Vorstellungsgespräch erfolgreich sein wollt, müsst ihr das einsetzen, was man 'gesunden Menschenverstand' nennt."
Vielen Dank und Sai Ram für die Gelegenheit, den Abend mit euch zu verbringen. Ich wünsche euch allen ein glückliches Dasara, das morgen beginnt. Lasst uns diesen heiligen Mantren zuhören. Ob wir ihre Bedeutung nun verstehen oder nicht - die meisten verstehen sie nicht - aber der Klang hat seine eigene Wirkung. Erschreckt ihr euch nicht, wenn es plötzlich blitzt und donnert? So hat auch dieser Klang der Mantren Auswirkungen. Mantren sind Klänge, die die ganze Atmosphäre reinigen; sie reinigen das Herz und heiligen das menschliche Leben. Es ist sehr schwierig, alle Priester an einem Ort zu versammeln, um in der göttlichen Gegenwart zu singen. Ich bin sicher, es wird ein glückliches und frohes Dasara-Fest werden.
Vielen Dank!
Möge Bhagavân Euch segnen!
asato mâ sad gamaya - tamaso mâ jyotir gamaya -mrityor mâ amritam gamaya
LOKASAMASTÂH SUKHINO BHAVANTU
OM Shanti... Shanti... Shanti...